05.09.2013

Beeindruckende Firmenentwicklung

Staatssekretär Fuchtel und Junge Union bei Murat Lamm / Seit Umzug nach Horb positiv / Kundenstamm verdoppelt

Beeindruckende FirmenentwicklungBeeindruckendes Beispiel für unternehmerische Integration in Deutschland: der Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Hans-Joachim Fuchtel (Mitte), bei Murat Lamm im Horber Industriegebiet.

Horb . Ein "sehr beeindruckendes Beispiel" dafür, wie Integration auch auf unternehmerischer Ebene funktionieren kann, hat der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in Horb gefunden. Faik Kabalar, dessen Verwandte damals als „Gastarbeiter“ bezeichnet wurden, managt heute einen Betrieb, der für seine hohe Qualität beim Kunden sichtbar viel Anerkennung findet. Fuchtel bemüht sich schon seit einigen Jahren verstärkt um Menschen mit Migrationshintergrund. Zusammen mit der Jungen Union war er vor Ort.

Bekanntlich haben sich die JU-Nachwuchspolitiker in diesem Jahr intensiv der Migrationsfrage angenommen. Begleitet wurde die Runde von Oberbürgermeister Peter Rosenberger und Thomas Kreidler, dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes.

Die Murat Lamm GmbH ist ein Meisterbetrieb, der 1972 von Süleyman Kabalar in Sindelfingen gegründet wurde. Zu dieser Zeit war die Familie schon bei Straßenfesten mit der Herstellung von Döner Kebab und Fleischwaren präsent. 2008 wurde die Produktion ins Horber Industriegebiet Heiligenfeld verlagert, wo auf einer Produktionsfläche von 11.000 Quadratmeter auch ein Metzgereiverkauf angesiedelt ist. Seit dem Umzug nach Horb hat sich der Kundenstamm verdoppelt. Geliefert wird in ganz Europa, von Italien über Österreich, Frankreich, Ungarn, Slowenien und Tschechien bis nach Rumänien. Heute führen die Brüder Faik und Mevlüt Kabalar die Firma in Horb. 40 Mitarbeiter zerlegen und verarbeiten täglich acht Tonnen Lamm-, Rind- und Kalbfleisch.

Murat Lamm ist einer der ältesten türkischen Metzger- und Fleischproduzenten in Baden Württemberg. Geschlachtet wird im Gärtringer Gewerbegebiet Riedbrunnen. 1990 wurde die erste Döner-Produktion im Böblinger Schlachthof eröffnet.

Staatssekretär Fuchtel und seine Begleiter lernten in Horb nicht nur, woran man einen qualitativ hochwertigen Döner erkennt, sondern auch, dass die Dönerspieße aus dem Hause Murat Lamm mit einer geheimen Gewürzrezeptur hergestellt werden. Bevor er zum Kunden geliefert wird, wird der Dönerspieß bei minus 78 Grad Celsius schockgefroren. Der Transport erfolgt täglich in acht firmeneigenen Kühlfahrzeugen, darunter auch ein 25- und ein 18-Tonner.

Schlachttage sind Montag und Freitag im Schlachthof in Gärtringen, erläuterte Geschäftsführer Faik Kabalar. Die Lämmer, zu 80 Prozent aus biologischer Züchtung, werden nur in Baden-Württemberg eingekauft. Rind- und Kalbfleisch auch im benachbarten Bayern.

Mit dem Firmensitz in Horb, betonte Kabalar sei man sehr zufrieden, auch wenn die Produktionsräume fast schon zu klein geworden sind. Ziel des Unternehmens sei ein sehr hoher Qualitätsanspruch an die Ware, weshalb das Fleisch ausschließlich aus eigener Schlachtung kommt, wie Tierarzt Dr. Gerolf Hau bestätigte. Hau berät das Unternehmen, das zu den Vorreitern der Branche zählt, in hygienischen Fragen.

Fuchtel dankte den Unternehmern für den transparenten Einblick in den Betrieb. Es sei ein Beispiel, dass mit Fleiß und guter Arbeit auch Mitbürger mit Migrationshintergrund eine Chance in Deutschland haben, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

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