09.09.2013

Anerkennung für Leuchtturmprojekt

Staatssekretäre Kues und Fuchtel im Waldorfkindergarten / Mit Mitteln des Bundes gefördert / Faire Chance für jedes Kind

Anerkennung für Leuchtturmprojekt Anerkennung für ein Leuchtturmprojekt: die Parlamentarischen Staatssekretäre Hans-Joachim Fuchtel (Vierter von links) und Dr. Hermann Kues im Dialog mit Eltern, Erzieherinnen und Vorstandsmitgliedern des Waldorfkindergartens in Dietersweiler.

Freudenstadt-Dietersweiler. Eine faire Chance für jedes Kind: So lautet das erklärte Ziel der unionsgeführten Bundesregierung. Der Waldorfkindergarten in Dietersweiler ist bereits in den Genuss dieser kinderorientierten Politik gekommen, machte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Hermann Kues beim Gespräch mit Eltern und Erzieherinnen deutlich.

Mit Hilfe des Bundes konnte hier nach den Worten seines Kollegen und Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel ein "Leuchtturmprojekt" zur Betreuung von Kleinkindern entstehen. Weitere sollen folgen. "Dabei ist mir wichtig", so Fuchtel, "dass Fördergeld in meinen Wahlkreis fließt, wie das in Dietersweiler gelungen ist." Die Fragestellung, was der Staat leisten kann, damit Familienleben in Deutschland auch in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen funktioniert, werde die Politik auch über den 22. September hinaus, dem Tag der Bundestagswahl, beschäftigen.

Die unionsgeführte Bundesregierung habe sich ganz bewusst für das zweigleisige Modell entschieden, sagte Kues. Das Familienleben müsse sich nicht nur am Arbeitsleben ausrichten können, so der Staatssekretär bei Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, sondern solle auch die Möglichkeit haben, Kleinkinder zunächst im Elternhaus zu erziehen.

Also setze CDU-Politik auf beide Komponenten, habe gewaltige Anstrengungen unternommen, um Kindergärten wie den in Dietersweiler zu fördern und dennoch eine finanzielle Hilfe für Eltern anzubieten, die ihre Kleinsten zuhause erziehen wollen. "Es geht dabei um unsere Kinder", machte Kues deutlich. Schließlich sei nicht die demografische Entwicklung der Grund dafür, wenn sich junge Familien pro Nachwuchs entscheiden. Sondern sie würden dann Ja zum Kind sagen, wenn das Umfeld und die Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft stimme. "Familien wollen Flexibilität und das wird noch weiter zunehmen", ist sich Kues sicher, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehe dabei natürlich im Vordergrund. Daran könnten Einrichtungen wie die in Dietersweiler mitwirken. Wichtig sei zudem, eine kinderfreundliche Grundstimmung in der Gesellschaft zu erzeugen, "damit man sich wieder häufiger Kinder wünscht."

"Die Neuausrichtung der sozialen Mobilität", wird nach den Worten des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel ein immer wichtigerer Entscheidungsfaktor. Auch die demografische Entwicklung sei ein Grund dafür, warum Kita-Plätze gefördert werden. Als nächsten Schritt wird der Bundestagsabgeordnete Firmen im Nordschwarzwald an einem runden Tisch zusammenbringen, um über Arbeitsplatzmodelle der Zukunft zu sprechen. Auch der Dialog mit Kindergärten und Schulen müsse unbedingt fortgesetzt werden, um aus Erfahrungen zu lernen.

Die Familie habe sich in unserer Gesellschaft stark verändert, der Erzieherberuf sei deshalb immer mehr gefordert, machte Axel Buchthal, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Freunde der Waldorfpädagogik, deutlich. Deshalb sollte seiner Meinung nach auch mehr am Berufsimage der Erzieherinnen und Erzieher gefeilt werden: Eine öffentliche Anerkennung dieser Berufsfelder werde allzu oft vermisst. Das sei auch der Grund dafür, dass es an qualifiziertem Personal mangele.

[Druckversion]