10.09.2013

EU-Kommissar Star des Abends

Günter Oettinger überzeugt das Publikum auch am Klavier / Fuchtels Jedermannparty erfüllt alle Erwartungen

EU-Kommissar Star des Abends Ein eher seltenes Bild: EU-Kommissar Günter Oettinger spielte am Klavier zusammen mit der Rockband "Purple Hell

EU-Kommissar Star des Abends Einen EU-Kommissar begrüßt man nicht alle Tage in Baiersbronn (von links): CDU-Landtagsabgeordneter Norbert Beck, Günter Oettinger, der Parlamentarische Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel sowie Bürgermeister Michael Ruf.

Baiersbronn . Sowas hat Baiersbronn noch nie erlebt: Ein EU-Kommissar, der nicht nur rhetorisch zur Höchstform auflief, sondern auch am Klavier sein Bestes gab. Das begeisterte Publikum feierte in der Schwarzwaldhalle bei Hans-Joachim Fuchtels Jedermannparty den Vollblutpolitiker Günter Oettinger als den Star des Abends.

Doch zuvor fand Oettinger klare Worte, warum die Bundeskanzlerin unbedingt im Amt bleiben müsse: "Europa wäre irritiert, wenn Angela Merkels Erfolgspolitik nicht fortgesetzt werden könnte." Für seine brillante Rede ernte der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg Beifallsstürme. Dabei gab sich Oettinger ortskundig, schließlich habe er hier schon manchen Familienurlaub mit den Eltern verbracht.

Vor Jahren, da sei Deutschland noch das Sorgenkind Europas gewesen. Heute sei es genau umgekehrt: Angela Merkel habe die Bundesrepublik nicht nur hierzulande, sondern auch international zu wirtschaftlichem Erfolg und hohem Ansehen geführt. "Wir haben globale Autorität", sagte Oettinger, der vehement für die europäische Idee warb. Dass sie Europa zusammenhalte, sei enorm wichtig, weil Deutschland ein Exportland sei und weil dieser Kontinent der einzige auf dieser Welt sei, auf dem dauerhaft Frieden herrsche. Die Hilfe für schwächere Partner im Staatenverbund müsse sein, denn "als wir Hilfe nötig hatten, hat man uns auch die Zeit gelassen, um wieder auf die Beine zu kommen."

Mit Hans-Joachim Fuchtel habe der Nordschwarzwald einen "unheimlich kreativen Abgeordneten", der sich mit seinen Ideen und Leidenschaft für die junge wie die ältere Generation engagiere und sich mit seinem großen Sachverstand hohes Ansehen in Berlin erworben habe. Dennoch sei er bodenständig geblieben: "Ein einmaliger Politiker, den es kein zweites Mal gibt" und der sich als Parlamentarischer Staatssekretär auch auf internationalem Parkett sicher bewege.

Zu den Klängen der Rockband "Purple Hell" wagten sich selbst Günter Oettinger und Landtagsabgeordneter Norbert Beck aufs Parkett. Der EU-Kommissar legte mit Ronja Schmitt, der Kreisvorsitzenden der Jungen Union Calw, das eine oder andere Tänzchen hin, ehe er ein Solokonzert auf dem Klavier gab und später gemeinsam mit "Purple Hell" musizierte.  Die durften erst nach etlichen Zugaben die Bühne zu verlassen.

Bewusst hatte man in Baiersbronn den Beginn der Jedermannparty auf den frühen Nachmittag gelegt, so dass diesmal auch Kinder und Jugendliche  dabei sein durften. So glänzte die kleine Jolina Witteck in einer Paraderolle als Assistentin von Lachkönig Thomas Kaiser, der mit seinen Lachyoga-Übungen den ganzen Saal in beste Laune versetzte.

Das Würzbacher Bauerntheater räumte die politischen Themen ab und ging mit der Opposition und den Forderungen nach Steuererhöhungen ins Gericht: "Das WIR entscheidet, aber vergesst nicht, dass das DU bezahlt."

Viele Gäste gratulierten schließlich dem Bundestagsabgeordneten persönlich für die gelungene Mixtur aus Oldies, Lachyoga und politischem Kabarett: "Das war ein gelungener Abend" bekam der Gastgeber nicht nur einmal zu hören und: "Die CDU ist auch vom Stil her für die Zukunft gerüstet!"

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