13.09.2013

Politik mit Gewicht in Betzweiler

Fuchtel bei Seeger / Auch Altbürgermeister Johne dabei / 40.000 Euro in moderne Schweißrauchabsaugung investiert

Politik mit Gewicht in Betzweiler "Herkulesaufgabe" für den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Firma HEINRICH SEEGER Maschinenbau in Betzweiler (von links): Bürgermeister Christoph Enderle, Ortsvorsteher Hans Ulrich Wößner, Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel, Geschäftsführer Heinrich Seeger und Altbürgermeister Reinhold Johne.

Loßburg-Betzweiler. „Politik mit Gewicht“ - im wahrsten Sinne des Wortes - zeigte sich beim Firmenbesuch des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel im Industriegebiet von Betzweiler. Bei der Firma HEINRICH SEEGER Maschinenbau musste der Staatssekretär mit eigenen Händen und einem Augenzwinkern einen 200 Kilogramm schweren Amboss stemmen.

Loßburgs Bürgermeister Christoph Enderle und Geschäftsführer Heinrich Seeger standen ihm dabei tatkräftig zur Seite. Seeger hatte mit seinen Mitarbeitern aus Metallrohren und einer gelaserten Stahlplatte eine entsprechende Stütze gebaut, die so platziert war, dass sie niemand sehen konnte. Die Firma Seeger konnte damit den Anwesenden, darunter auch Ortsvorsteher Hans Ulrich Wößner und Altbürgermeister Reinhold Johne schon einen Teil des Produktionsspektrums recht plastisch vor Augen führen. Mit modernen CNC-Maschinen der Blechbearbeitung und entsprechendem Know-how ist Seeger Maschinenbau ein gut aufgestellter und zuverlässiger Partner für verschiedenste Unternehmen aus der Region und darüber hinaus.

Mit Lasern werden beliebige Blechteile aus den Platinen gebrannt. Fast alles, was im CAD gezeichnet werden kann, ist möglich, meinte Seeger. Mit modernen CAD-Systemen, wie Solidworks, werden Kundenzeichnungen in 3D bearbeitet und für die CNC-Maschinen „lesbar“ gemacht. Nach dem Lasern werden die Blechteile in der Regel abgekantet, das heißt in Form gebracht. An mehreren Schweißplätzen wird aus den Einzelteilen dann das fertige Produkt zusammengesetzt und verschweißt.

Der Unternehmer lässt dabei auch nicht das gesundheitliche Wohl seiner Mitarbeiter außer Acht. Erst kürzlich hat er mehr als 40.000 Euro in eine moderne Schweißrauchabsaugung investiert. "Der Kunde will dafür nicht mehr bezahlen, aber der Mitarbeiter ist mir das wert", meinte der Unternehmer. Auch in der Ausbildung trägt das Unternehmen gerne seine gesellschaftliche Verantwortung für die jungen Menschen. Seit Jahren wird regelmäßig eine Ausbildungsquote von 25 Prozent erreicht. "Ausbildung ist für uns eine Freude", erklärte Seeger. Er fügte hinzu, dass nur sehr wenige Unternehmen einen ähnlich hohen Anteil an Auszubildenden an der Beschäftigtenzahl erzielen.

Gegründet wurde SEEGER Maschinenbau vor bereits 80 Jahren vom Großvater. Die Eltern des Geschäftsführers haben das Unternehmen vom Holzbearbeitungsbetrieb zum Maschinenbauunternehmen für Sondermaschinen weiterentwickelt. Parallel wurde damals als zweites Standbein die Blech- und Metallbearbeitung begonnen. Diese stellt inzwischen den Hauptteil der Fertigung dar. Heinrich und Ulrike Seeger haben in den letzten Jahre einiges in die Mitarbeiter und den Maschinenpark investiert, und so ihr schlagkräftiges Unternehmen vergrößert.

Hans-Joachim Fuchtel und die Anwesenden waren beeindruckt davon, was in Betzweiler-Wälde im Industriegebiet alles an moderner Wirtschaftskraft geboten wird. Besonders hat Fuchtel bei diesem Firmenbesuch auch sein wirtschaftspolitisches Gewicht in der Region klar aufzeigen können. Mit einem Schmunzeln verabschiedete sich Fuchtel vom Unternehmerehepaar Seeger.

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