16.09.2013

Im Tourismus beweglicher werden

Staatssekretär Fuchtel in Wildberg / Bürgermeister Bünger besucht seine Teilorte regelmäßig

Im Tourismus beweglicher werden Hoch über den Dächern der Unterstadt: der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (links) mit Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger.

Wildberg . Was für den CDU-Politiker Hans-Joachim Fuchtel seine regelmäßige Sprechstunde ist, ist für Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger der regelmäßige Besuch in seinen Teilorten, wo er für jeden Bürger ansprechbar ist. Beim Gemeindebesuch des Bundestagsabgeordneten ging es ansonsten um ein für Wildberg eher ungewöhnliches Thema: Tourismus. Der Parlamentarische Staatssekretär warb dafür, Destinationen in seinem Wahlkreis neu zu beleben. Auch Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger glaubt, dass es "viele Ansatzpunkte gibt, wo man einen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen könnte".

Das Gespräch im Wildberger Rathaus war Grundlage für die Idee des Bundestagsabgeordneten, die Bürgermeister nach der Wahl zu einer Gesprächsrunde einzuladen. Dabei sollte ausgelotet werden, wo die Rathauschefs Potenzial für eine Stärkung des Tourismus im Nordschwarzwald sehen. "Wahlzeit ist auch Lernzeit", kommentierte der CDU-Politiker das Ergebnis seines Besuchs bei Ulrich Bünger. Fuchtel möchte ebenso die Kontakte auf der Ebene des Gemeindetags intensivieren.

Der Bürgermeister gab dem Abgeordneten noch sein Geheimnis mit auf den Weg, wie er den Kontakt zu seinen Einwohnern auf hohem Niveau hält: "Einmal im Monat bin ich einen halben Tag lang ungezwungen in einem Wohngebiet der Stadt unterwegs, um mit den Menschen dort zu reden", sagte der Rathauschef. Das habe ihm schon viele Anregungen gebracht und außerdem sei er so ständig auf dem Laufenden, wo die Einwohner von Wildberg der Schuh drückt.

Der Ärztemangel im ländlichen Raum macht dem Parlamentarier Sorgen. Eigens dafür hat er an verschiedenen Orten bereits das Gespräch gesucht. Wichtig sei vor allem, jungen Ärztinnen die Möglichkeit zu geben, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die meisten Studienabgänger im Fach Medizin seien nämlich Frauen. Da brauche man Gemeinschaftspraxen als Zukunftsmodelle, so Fuchtel, denn "der Einzelkämpfer ist out!"

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