18.09.2013

Für besseres Image der Pflege

Gesprächsrunde mit Staatssekretär Fuchtel Ým Uhland-Stift / Mehr Flexibilität notwendig

Für besseres Image der PflegeDie Pläne für das neue Pflegeheim in Bad Wildbad erörterten (von links): der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Jochen Borg, sein Stellvertreter Kurt Günthner, Regionaldirektorin Susanne Maier-Koltchak der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel und Wilfried Rist von der evangelischen Heimstiftung.

Bad Wildbad . Wohl keiner Frage hat sich der CDU-Politiker Hans-Joachim Fuchtel in diesem Wahlkampf intensiver gewidmet als der Pflege. Für ihn ist klar: Die Pflegeberufe brauchen eine größere Lobby und ein besseres Image. Darin waren sich auch die Teilnehmer einer Gesprächsrunde mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bad Wildbader Ludwig-Uhland-Stift einig. Die Teilnahme der Regionaldirektorin Susanne Maier-Koltchak unterstrich die Bedeutung des Besuchs.

In den Köpfen vieler Menschen herrschten völlig falsche Vorstellungen von dieser Berufssparte, so die Regionaldirektorin. Seitdem die Heimleitung des Ludwig-Uhland-Stifts ihre Ausbildungsquote erhöht hat, habe sich die Personalsuche schon wieder etwas entspannt.

Das Treffen war auch eine Art Bestandsaufnahme. Der Bundestagsabgeordnete hat gezielt den Erfahrungsaustausch mit einigen Pflegeeinrichtungen seines Wahlkreises gesucht.

Die Politik habe in der Pflege bereits sehr viel auf den Weg gebracht, lobte Wilfried Rist als Vertreter der evangelischen Heimstiftung anerkennend, allerdings müsse in der nächsten Legislaturperiode die Pflegeversicherung weiterentwickelt werden. Die  Qualitätsprüfungen sollten neu überdacht werden, denn die Beurteilung einer Pflegeeinrichtung könne nie das Ergebnis eines Stichtages sein. "Wenn wir Pflege und Betreuung auch künftig gut machen wollen, müssen wir daran denken, dass die Menschen immer älter und gebrechlicher werden", so Rist. Vor allem die Zeit für die Zuwendung werde noch zu wenig gewertet.

Der Bundestagsabgeordnete sah zwar die Pflegeeinrichtungen mit Bürokratie belastet, auf der anderen Seite bedürfe es einer gewissen Qualitätskontrolle bei diesem hochsensiblen Aufgabenbereich. Fachkenntnisse seien unbedingt notwendig. Gerne wolle er nach der Bundestagswahl einen Praxischeck unter realitätsnahen Bedingungen machen und die Anerkennungswege für ausländische Fachkräfte noch einmal auf den Prüfstand stellen.

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