23.10.2013

Mit 12-Punkte-Plan an die Arbeit Fuchtel: äEs wird durchgestartetô

Beginn der neuen Legislaturperiode / Anregungen aus Wahlkampf aufgenommen / Nochmaliger Dank an die Wähler

Calw / Freudenstadt. Den Start der neuen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages nutzt der wiedergewählte Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, (CDU) nochmals zum Dank an die Wähler seines Wahlkreises: „Die 58,5 Prozent der Stimmen werden einem erst so richtig bewusst, wenn man wieder in Berlin angekommen ist und von überall her Gratulationen erhält. Ich möchte den Wählerinnen und Wählern nochmals herzlich für das Vertrauen danken und werde alles tun, um es zu rechtfertigen“.

Die im Wahlkampf an ihn herangetragenen Themen hat Hans-Joachim Fuchtel zu einem 12-Punkte-Plan zusammengefasst. „Das geht jetzt in die Partei und dann in die konkrete Wahlkreisarbeit. Es wird durchgestartet“, kündigt der Abgeordnete an. Er will die Aufbruchsstimmung nützen, die er auf unzähligen Veranstaltungen, Begegnungen, Gesprächen und Unternehmensbesuchen zu spüren bekommen hat.

„Wahlzeit ist für mich auch Lernzeit“, sagt der Politiker, der das Gespräch mit unterschiedlichsten Interessengruppen gesucht hat. Dazu gehörten Senioren und Pflegedienste ebenso wie junge Leute, Migranten oder Ehrenamtliche, Arbeitnehmer, Unternehmer und auch diejenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Fuchtel: „Was ich im Wahlkampf an Aufgaben gesammelt habe, wird jetzt in Angriff genommen.“ Mit dem 12-Punkte-Plan sei die Liste seiner Aufgaben freilich nicht abgeschlossen. Schließlich stünden viele Aufgaben im Straßenbau an, „die natürlich mit besonderer Priorität angegangen werden“, so Fuchtel.


Fuchtels 12-Punkte-Plan



1.
Nahversorgung: Es wird eine Konferenz mit Kommunalpolitikern und Anbietern unterschiedlicher Modelle, vom kleinen Dorfladen bis zum Frischemobil, einberufen. „Einkaufsmöglichkeiten vor Ort sind vor allem für ältere Menschen ein Stück Lebensqualität“, sagt der Staatssekretär, der mit Rüdiger Rudels FrischeMobel auf Tour war.

2. Breitbandversorgung: Der CDU-Politiker wurde wiederholt auf seine beiden Konferenzen in Haiterbach angesprochen, die viel bewegt hätten. In Planung ist eine dritte Konferenz für Gemeinden, in denen DSL noch nicht verfügbar ist. „Der Internetanschluss ist das A und O für Unternehmen und wichtig bis in jede Familie“, so Fuchtel.

3. Ambulante Pflege: Gespräche am runden Tisch über die aktuelle Situation fordert der Politiker, der mit Pflegediensten in seinem Wahlkreis unterwegs war. „Wir müssen weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Situation im ländlichen Raum unternehmen“, argumentiert Hans-Joachim Fuchtel.

4. Tourismus: Geplant ist eine Konferenz mit der Stuttgarter Messe, damit die Region als Hinterland zur Messe wahrgenommen wird. „Herausforderung ist, aus Tagestouristen mehr Übernachtungsgäste zu machen“, sagt Fuchtel. Tourismusszene, Wirtschaft und Anbieter struktureller Angebote sollen sich in ein Touristikforum einbringen.

5. Belebung der Dörfer: Fuchtel plant ein Forum für die Innerortsentwicklung der Kommunen. „Wir müssen über neue Strukturen im ländlichen Raum diskutieren“, sagte der Staatssekretär, „und voneinander lernen“. Dazu gehöre auch die Schaffung familienorientierten Wohnraums.

6. Ärzteversorgung: Mit Praxisgesprächen ist Fuchtel schon durchgestartet. „Wir müssen den Grundbedürfnissen der Menschen Rechnung tragen“, so der Politiker, der eine intensive Suche nach jungen Ärzten aus der Region und eine Willkommenskultur für Mediziner aus Südeuropa einfordert.

7. Wirtschaft: Schaffung weiterer dezentraler Wirtschaftsinseln zur Gründung neuer und zum Erhalt bestehender Arbeitsplätze. „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer ländlichen Region“, sagt Fuchtel, „deshalb müssen wir die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern.“

8. Energiewende: Fuchtel regt die Gründung weiterer Bürger-Energiegenossenschaften an. „Aus meiner Sicht ist es enorm wichtig, die Wertschöpfung aus regenerativen Energien in der Region zu halten“, betont der Abgeordnete, „das muss in jeder Gemeinde geprüft werden.“

9. Inklusion: Die Arbeitsmarktchancen für behinderte Mitmenschen müssen verbessert werden. Die Industrie- und Handelskammer startet mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das Projekt KOPI. „Es ist ein Mosaikstein zur Beschleunigung der Inklusion“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär im BMAS.

10. Integration: Bei der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Kulturen „dürfen wir uns nicht in Diskussionen über Nationalitäten verlieren, sondern müssen zusammenarbeiten“, sagt Fuchtel. „Ziel ist, jedem jungen Menschen eine maximale Entfaltungsmöglichkeit zu bieten.“

11. Gesundheit: Burn-out hat viele Facetten. Deswegen müsse den Symptomen vor Ort begegnet werden. „Ich möchte, dass im Interesse der Betroffenen frühzeitig etwas geschieht“, so Fuchtel. Die Gründung des ersten Burn-out-Cafés im Nordschwarzwald ist auf dem Weg.

12. Jugend: Der Abgeordnete pflegt seit Jahren intensiven Kontakt zur Bauwagenszene in der Region, diskutiert mit Schülern und möchte die Jugend für Suchtproblematik und Gefahr aus der rechten Szene sensibilisieren. Intensiven Kontakt hält er zur Jungen Union in seinem Wahlkreis, die eine gute Basisarbeit leiste. Geplant seien auch Bemühungen um junge Auszubildende aus den südlichen Staaten Europas.

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