31.01.2014

Fuchtel öffnet Mittelstandsohren

Rede beim MIT-Jahrestag in Altensteig / Wesentlich mehr Potenzial möglich

Fuchtel öffnet Mittelstandsohren Hans-Joachim Fuchtel sprach beim Jahresessen der Mittelständler aus den Kreisen Calw und Freudenstadt über sein neues Aufgabengebiet. Rechts der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung, Ulrich Kallfass.

Altensteig / Calw / Freudenstadt. Einen ersten Einblick in seine neue Aufgabe gab der CDU-Politiker und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel, anlässlich des Jahresessens der Mittelstandsvereinigung (MIT) der Kreise Calw und Freudenstadt im Bernecker Rössle. 

Dazu war er vom MIT-Vorsitzenden Ulrich Kallfass eingeladen worden, der ihm zunächst zum neuen Amt beglückwünschte. „Auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gibt es erhebliches, noch nicht genutztes Potenzial“, unterstrich der Gastredner. Fuchtel wies auf die vielfältigen Instrumentarien hin, die zur Unterstützung entwickelt worden sind. Viele der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer gingen aus dem Abend mit dem Bewusstsein heraus, dass es sich lohnt, über diese Möglichkeiten nachzudenken.

Der Kontinent Afrika habe sich in den vergangenen Jahren bezüglich der wirtschaftlichen Möglichkeiten wesentlich verändert, und es seien starke Anstiege der wirtschaftlichen Betätigung festzustellen. Nicht zuletzt der frühere Bundespräsident, Professor Dr. Horst Köhler, habe darauf schon sehr frühzeitig hingewiesen. Auch die Potenziale in Mittel-, Latein- und Südamerika sowie Asien stünden im Fokus der deutschen Politik der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung.

„Wenn es im Jahre 2040 allein in Afrika 1,2 Milliarden Menschen im erwerbsfähigen Alter geben wird, dann lautet die Herausforderung, ob dies Partner und Kunden sein werden oder potenzielle Flüchtlinge“, rief Hans-Joachim Fuchtel die Dimension der Aufgabe ins Bewusstsein. Die Vielfalt der Instrumente zur Unterstützung wirtschaftlichen Engagements müssten stärker vor Ort bekanntgemacht und eingesetzt werden, benannte Fuchtel eine der künftigen Aufgaben.

Auch fehle es am Austausch von Erfahrungen, was der Mittelstand ganz besonders brauche. Internationale Konzerne könnten ihren Weg allein gehen, aber die produktive Kraft des Mittelstands sei eine Chance, die durch die Unterstützung mit Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden müsse.

In der Vergangenheit sei im Nordschwarzwald „auf diesem Gebiet mit Unterstützung aus dem Instrumentenkasten des Bundesministeriums eher wenig geschehen“, konstatierte Fuchtel. Er bot den anwesenden Mittelständlern an, dies zu verbessern. Erfahrungen müssten künftig an „Runden Tischen“ ausgetauscht und gute Beispiele auch bekannt werden. Es gäbe in den Landkreisen Calw und Freudenstadt durchaus eine große Zahl solch positiver Entwicklungen. Aber man nutze sie zu wenig, um Motivationseffekte auch für potentiell neue Wirtschaftskontakte zu entwickeln.

Fuchtel kündigte vor den Mittelständlern seines Wahlkreises Initiativen an, die an diesen Punkten ansetzten. Dafür erhielt er vielfältige, positive Resonanz. Der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung, Ulrich Kallfass, zeigte sich geradezu begeistert von den neuen Impulsen. „Wir werden das Gespräch über diese Chancen vertiefen und unseren Beitrag leisten“, sicherte er dem Parlamentarischen Staatssekretär zu. Außerdem plane die MIT eine regionale Werbeaktion in eigener Sache. Die Mittelstandsvereinigung Calw/Freudenstadt ist der größte Kreisverband in Baden-Württemberg. 

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