02.04.2014

Pforzheimer Raum einbeziehen

Idee zum Burn-out-CafÚ: Neue Kaffeerösterei der Caritas / Fuchtel sammelt Unterstützer

Burn-out-CaféArbeitsgespräch bei der Caritas in Pforzheim mit (von links): den CDU-Abgeordneten Gunther Krichbaum, Dr. Marianne Engeser und Hans-Joachim Fuchtel, dem Vorstandsvorsitzenden Frank-Johannes Lemke, Werkstattleiter Andreas Weber sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler.

Pforzheim /  Calw. Das geplante Burn-out-Café für den Nordschwarzwald, das im Neubau des Würzbacher Bauerntheaters entsteht, soll auch den Pforzheimer Raum einbeziehen. Die Idee des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel könnte Unterstützung der Caritas bekommen, wozu Werkstattleiter Andreas Weber die Idee einer eigenen Kaffeerösterei einbrachte.  

 Diese könne nach den Worten von Andreas Weber mit einem Treffpunkt für Menschen, die ausgebrannt oder psychisch angeschlagen sind, verknüpft werden. Bislang betreibt die Caritas die Wäscherei Hohäcker in der Wilhelm-Lenz-Straße in Pforzheim, wo 110 Personen Arbeit gefunden haben. Seit geraumer Zeit diskutiere man den Vorschlag, über eine Kaffeerösterei weitere Arbeitsplätze in Pforzheim zu schaffen, berichtete Weber den CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (Calw/Freudenstadt) und Gunther Krichbaum (Pforzheim/Enzkreis) sowie ihrer Kollegin im Landtag, Dr. Marianne Engeser. Als neue Überlegung sei an eine Verknüpfung mit dem Burn-out-Café zu denken.

Die Idee des Parlamentarischen Staatssekretärs aus dem Nachbar-Wahlkreis wäre eine perfekte Ergänzung zu dieser Neuausrichtung, betonte der Werkstattleiter, der sich eine Außenstelle des Burn-out-Cafés in Pforzheim durchaus vorstellen könnte. „Das wäre ein klasse Modell“, ist sich auch Ideengeber Hans-Joachim Fuchtel mit Frank-Johannes Lemke, Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Caritasverbandes Pforzheim, einig. Der Bedarf an Arbeitsplätzen für psychisch Kranke steige ohnehin permanent, so Lemke. Kaffeerösterei und Burn-out-Café könnten dabei helfen, zusätzliche Aufgabenbereiche zu schaffen.

Auf die Idee, ein Burn-out-Café im Nordschwarzwald zu etablieren, war Fuchtel durch die Begegnung mit dem Lachyogisten Thomas Kaiser gekommen, der ihn bei seinen sieben Jedermann-Partys "Rock-am-Stock“ im letzten Jahr durch den Wahlkampf begleitet hatte. Bei mehreren Veranstaltungen hatten sich Burn-out-Betroffene eingefunden und sich ihm anvertraut. Einmal habe ein Betroffener seine Situation vor allen Teilnehmern geschildert.

„Burn-out hat viele Facetten bezüglich seines Entstehens und seiner Überwindung", sagt Hans-Joachim Fuchtel. Deswegen müsse auch auf verschiedensten Ebenen den Gründen dafür begegnet werden. In der Politik, der Wirtschaft, aber auch mit der Schaffung von Infrastruktur vor Ort. "Ich möchte, dass im Nordschwarzwald frühzeitig etwas geschieht", so Fuchtel, "im Interesse der betroffenen Menschen."[Druckversion]