22.04.2014

Hoher Diplomat drückt Schulbank

Äthiopiens Botschafter diskutiert mit OHG-Schülern / Tessema auf Einladung von Staatssekretär Fuchtel in Nagold

Hoher Diplomat drückt SchulbankIm Otto-Hahn-Gymnasium stellte sich der äthiopische Botschafter Fesseha Asghedom Tessema den Fragen der zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten. Neben ihm seine Ehefrau Kiros Tessema.

Hoher Diplomat drückt SchulbankEintrag ins Goldene Buch der Stadt Nagold: Botschafter Fesseha Asghedom Tessema (sitzend mit von links): Ronja Schmitt, CDU-Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Kurt Reich, Oberbürgermeister Jürgen Großmann und Carl Hirsch.

Nagold. Äthiopiens ranghöchster Vertreter in Deutschland, Botschafter Fesseha Asghedom Tessema, hat im Nagolder Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) die Schulbank gedrückt. Anlässlich seines Besuchs im Nordschwarzwald diskutierte der Diplomat auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs und CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel mit den Jugendlichen live über die Schulsysteme in beiden Ländern.

Der Botschafter hatte gemeinsam mit seiner Frau Kiros die Nähe zwischen Rathaus und Schule für einen kleinen Spaziergang durch die Nagolder Innenstadt genutzt, nachdem er sich im Beisein von Oberbürgermeister Jürgen Großmann und Staatssekretär Fuchtel in das goldene Buch der Stadt eingetragen hatte.

Im OHG stellte sich der äthiopische Botschafter den Fragen der zukünftigen OHG-Abiturientinnen und Abiturienten. Zugleich warb er für einen Besuch in Äthiopien, um viel über das Land und über sich selbst zu erfahren. Die Kurstufenschülerinnen und -schüler hörten gespannt zu und stellten interessiert viele Fragen. Fesseha Asghedom Tessema zeigte sich einmal mehr als ranghoher Diplomat zum Anfassen, als er mit den jungen Leuten über die Politik, das Leben und Arbeiten in seiner Heimat diskutierte. Auch war er ein sehr wissbegieriger Gast, der sich ausreichend Zeit für den Gedankenaustausch nahm.

Für die jungen Leute skizzierte Tessema das äthiopische Schulsystem, welches eine Grundschule für Schüler der Klassen eins bis sechs kennt. Danach haben junge Äthiopier die Möglichkeit, eine höhere Schule zu besuchen und im Anschluss die Universität. Äthiopien sei ein sehr landwirtschaftlich geprägtes Land, das über natürliche Ressourcen und Rohstoffe verfüge. Um die Armut zu durchbrechen, investiert die Regierung in die Weiterbildung junger Menschen. Eine bessere Bildung soll helfen, den Lebensstandard des Volkes im zehngrößten afrikanischen Land spürbar zu verbessern.

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