02.07.2014

äAzubi-Brückeô ist Vorzeigeprojekt

Oberbürgermeister Osswald und Staatssekretär Fuchtel begrüßen bulgarische Azubis

„Azubi-Brücke“ ist VorzeigeprojektDie bulgarischen Azubis wurden im Rathaus von Oberbürgermeister Julian Osswald (links) und dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Zweiter von rechts) empfangen.

Freudenstadt. In einer kleinen Willkommensfeier haben Oberbürgermeister Julian Osswald sowie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel, zehn bulgarische Azubis in Freudenstadt begrüßt. Im Rahmen einer von Fuchtel initiierten Ausbildungsbrücke zwischen Freudenstadt und Bulgarien absolvieren die Neu-Freudenstädter ein Praktikum, ehe sie im September eine Ausbildung beginnen können. 

Rund 30 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren im Ratssaal des Rathauses vertreten und unterstrichen mit ihrer Anwesenheit die Wichtigkeit des Projekts. Zwei Jahre seien von der ersten Idee bis zum Tag des Praktikumsbeginns vergangen. Viel Engagement und Organisation waren für die Realisierung notwendig. Mit diesen Worten begrüßte Osswald die bulgarischen Azubis. Er freue sich, dass junge Menschen die Chance auf eine Ausbildung in Freudenstadt nutzen wollen. Auch für den Mut, Heimat und Freunde zu verlassen, sprach der Oberbürgermeister seinen großen Respekt aus.

Ein Dank ging an die Ausbildungsbetriebe, durch deren Einsatz es erst möglich wurde, die Azubi-Brücke voranzutreiben. „Diese Ausbildungsbrücke ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“, sieht Fuchtel das Projekt optimistisch. Auf der einen Seite würden die Betriebe und die Stadt junge Fachkräfte gewinnen. Auf der anderen Seite erhielten die Bulgaren die Möglichkeit, eine duale Ausbildung zu absolvieren. „Berichten Sie ihrer Familie und Freunden von ihren Erfahrungen hier. Seien Sie „Ausbildungsbotschafter.“, gab der Staatssekretär den Praktikanten mit auf den Weg.

Beide Politiker betonten, dass es in Zukunft noch wichtiger werden wird, junge Fachkräfte zu gewinnen. Das Projekt der Azubibrücke sei deshalb ein erster wichtiger Schritt, um Kontakte zu knüpfen und jungen Menschen die Chance auf eine hochwertige Ausbildung geben zu können. Besonders das Modell der dualen Ausbildung, also die Verknüpfung aus praktischem Teil in Betrieben und dem Besuch der Berufsschule, fand bei allen Anwesenden großen Zuspruch. Es waren sich alle einig, dass dies auch weiterhin Standard der Berufsausbildung in Deutschland sein müsse.

Im Anschluss an die begrüßenden Worte stellten sich die zehn Frauen und Männer der Runde vor. In Bulgarien hatten sie als Vorbereitung auf die Ausbildung bereits einen Sprachkurs belegt. Auf Deutsch sprachen sie über ihre Motivation, eine Ausbildung in Deutschland beginnen zu wollen und welche Erwartungen mit einer Ausbildung verbunden sind. Nach einer erfolgreichen Praktikumsphase können die Bulgaren im September ihre Ausbildung beginnen. 

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