08.07.2014

Freiwilligendienst ein Erfolgsprojekt

Im Nordschwarzwald engagieren sich vor allem junge Leute / Staatssekretär Fuchtel lobt Einsatzfreude

Calw / Freudenstadt. Der Bundesfreiwilligendienst erfreut sich nach seinem Start vor drei Jahren vor allem bei jungen Leuten im Nordschwarzwald zunehmender Beliebtheit. Aktuell rangiert der Landkreis Calw mit 54 Frauen und Männern ganz vorne. Damit engagieren sich fast doppelt so viele wie im Nachbarkreis Freudenstadt für soziale Aufgaben.

Darauf weist der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel nach einer Anfrage beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben hin. Der Bundesfreiwilligendienst habe sich zu einem „Erfolgsprojekt der Union“ entwickelt, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete, „und das allen Unkenrufen zum Trotz.“ Der immense Zuspruch über alle Generationen hinweg sei ein „Ausdruck des vielfältigen bürgerschaftlichen Engagements in ganz Deutschland“, so Fuchtel. Jährlich engagieren sich über 40.000 Menschen auf den unterschiedlichsten Gebieten. Mit dem Bundesfreiwilligendienst habe die Union eine „neue Kultur der Freiwilligkeit in unserem Land geschaffen.“

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren, sei es im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder auf dem Gebiet des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz. 2010 wurden noch 78.387 junge Menschen in Deutschland zum Zivildienst einberufen, ehe er 2011 abgeschafft wurde. Im Mai 2014 wurden allerdings bereits bundesweit 43.957 Menschen registriert, die einen Freiwilligendienst leisten.

Auch in den Kreisen Calw und Freudenstadt engagieren sich Frauen und Männer für die unterschiedlichsten Projekte. Unter den derzeit 54 Freiwilligen im Landkreis Calw finden sich 28 Frauen. Der Großteil der Teilnehmer, nämlich 48 an der Zahl, ist jünger als 27 Jahre; älter sind nur sechs Personen. Ein ähnliches Teilnehmerfeld ergibt sich in Freudenstadt: Unter den 28 Freiwilligen finden sich 16 Frauen. 23 Teilnehmer sind jünger als 27 Jahre, fünf älter.

Überhaupt gehören die Baden-Württemberger zu den Spitzenreitern beim Bundesfreiwilligendienst, sagt Fuchtel. Deutschlandweit rangiert das Bundesland im Südwesten beim Bundesfreiwilligendienst nämlich mit 5027 Teilnehmern (Statistik Mai 2014) an dritter Stelle, gleich hinter dem bevölkerungsstarken Nordrhein-Westfalen (8789) und Sachsen (5479).

„Ich danke allen Menschen, vor allem den Bürgern in meinem Wahlkreis, die sich als Dienstleistende aus freien Stücken für die Allgemeinheit engagieren“, sagt Staatssekretär Fuchtel, „sie alle stehen damit für das gute Miteinander in unserer Gesellschaft". 

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