05.09.2014

Fuchtel kündigt Pflegekonferenz an

Staatssekretär Fuchtel: Auch Mitarbeiter sollen zu Wort kommen / Gespräch mit Eva Mönch

Fuchtel kündigt Pflegekonferenz anEine Pflegekonferenz im Nordschwarzwald kündigte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel nach seinem Gespräch mit Eva Mönch von der Mitarbeitervertretung des Alten- und Pflegeheims Wildberg an.

Wildberg / Calw / Freudenstadt. Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel kündigt für die Zeit nach der parlamentarischen Sommerpause eine Pflegekonferenz im Nordschwarzwald an. Dabei sollen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeheimen seines Wahlkreises Calw / Freudenstadt zu Wort kommen. Das ist unter anderem das Ergebnis von Gesprächen im Rahmen seines neuen Veranstaltungsformats „Unter die Leut‘ gehen“.   

Eva Mönch von der Mitarbeitervertretung des Alten- und Pflegeheims Wildberg war auf den Bundestagsabgeordneten zugekommen, um auf die Situation in der Pflege aufmerksam zu machen. „Die ambulanten Pflegedienste schaffen es unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen nicht, kostendeckend zu arbeiten“, sagte Eva Mönch, die der Parlamentarier in seine Bürgersprechstunde eingeladen hatte. Ein großes Problem sei die Dokumentationspflicht, die sicher gut und richtig sei, aber in dem geforderten Umfang zu Lasten der Betreuungszeit der älteren und pflegebedürftigen Mitmenschen gehe.

„Viele haben schon damit begonnen, in ihrer Freizeit nach Dienstschluss der Dokumentationspflicht nachzukommen“, sagte Eva Mönch, „das geht auf Dauer natürlich gar nicht.“ Sie erkenne zwar den guten Willen in der Politik, etwas zu bewegen, aber „wir Pflegekräfte wollen auch ausreichend Zeit haben, um unsere Patientinnen und Patienten bestens versorgen zu können.“

Genau diese Probleme möchte der CDU-Politiker in der Pflegekonferenz erörtert wissen. Ihm sei schon bewusst, „dass nicht alles Gold ist, was glänzt.“ Sein neues Veranstaltungsformat „Unter die Leut‘ gehen“ sei bewusst darauf ausgelegt, betroffene Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen zu lassen, um aus ihren Erfahrungen den Handlungsbedarf zu bestimmten Themenfeldern zu ermitteln. Er werde dann gezielt diese Bürgerinnen und Bürgern mit Politikern ins Gespräch bringen, die sich in Berlin besonders mit der Materie auseinandersetzen. 

[Druckversion]