19.09.2014

Burnout-CafÚ wird konkreter

Harald Brandl und Hans-Joachim Fuchtel auf Informationstour in Offenburg / Erkenntnisse aus Bundestagswahlkampf werden umgesetzt / Christina Eisenmann gibt Tipps

Calw / Freudenstadt / Offenburg. Der Weg war ihnen nicht zu weit: Der Pressesprecher der AOK Nordschwarzwald, Harald Brandl, und der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel machten sich auf den Weg nach Offenburg, um vor Ort mehr über das dortige „Burnout-Cafe“ zu erkunden und mit der Initiatorin ausführlich zu sprechen. Erklärtes Ziel: Die Errichtung eines Burnout-Cafés im Nordschwarzwald. 

Die Initiatorin des Offenburger Burnout-Cafes ist bisher an drei Stellen in Südbaden im Einsatz. Christina Eisenmann verfügt zwischenzeitlich über längere Erfahrung und ist vom Sinn eines „ Burnout-Cafés“ mehr als überzeugt. Richtig betrieben könne eine solche Einrichtung sehr präventive Wirkung erzielen und auch denjenigen helfen, die nach Klinikaufenthalten für sich eine Anlaufstation wünschten, die sie mit anderen Betroffenen zusammenführt.

Vor allem unter Einbeziehung der Betriebsrätinnen und Betriebsräte, Personalvertretungen, Verantwortliche für Personal, Ärzte und Therapeuten, soziale Dienste und Gesundheitsamt sowie anderen Akteuren könne ein Netzwerk entstehen, das für betroffene Menschen eine große Unterstützung sei, berichtete Christina Eisenmann.

Dies ermutigte Harald Brandl und Hans-Joachim Fuchtel nunmehr, weitere Initiative im Nordschwarzwald zu konkretisieren. Es sei ohnehin eine Aufgabe der Koordinations- und Informationsstelle Selbsthilfe (KISS), präventive Aktivitäten zu unterstützen. Harald Brandl: „In diesem Rahmen könnte das Burnout-Café ein neues Segment sein.“ Nach den Worten von Hans-Joachim Fuchtel könnte es an der Spitze solcher Entwicklungen zu laufen beginnen: „Burnout ist in der Bevölkerung kein unbedeutendes Thema. Es stände der Region gut an, hier ein Angebot zu formieren und dafür die notwendige konzeptionelle Vorbereitung zu treffen. Gerade im ländlichen Raum müssen wir uns solchen Bedürfnissen frühzeitig stellen.“

Hans-Joachim Fuchtel kündigte nunmehr Gespräche mit verschiedenen Akteuren an. Dies verband er mit der Aufforderung, sich in seinem Wahlkreisbüro wegen Mitarbeit und weiteren Ideen zu melden. Erreichbar ist Fuchtels Wahlkreisbüro unter der Telefonnummer 07453/91323 oder per Mail an: hans-joachim.fuchtel.wk@bundestag.de.

Auch bezüglich der Räume gibt es schon eine erste Überlegung: So könnte das Café in den Theaterräumen in Calw-Altburg entstehen. Christina Eisenmann: „Auch in Südbaden kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von außerhalb und nehmen Anfahrtswege in Kauf. Wichtig ist, dass das Netzwerk funktioniert und das Angebot überzeugt.“ Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, dass man sich im Burnout-Café mit den Anliegen der betroffenen Menschen in Gesprächsgruppen auseinandersetze und die Mitwirkung von Akteuren mit speziellen Kenntnissen die Qualität des Angebots verbessere.

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