09.10.2014

Historische Handschrift im Stadtbuch

Sabine Bergmann-Pohl hat die Verträge zur Wiedervereinigung unterzeichnet / Maultaschen-Potourri für die Präsidentin

Historische Handschrift im Stadtbuch Eintrag ins goldene Buch der Stadt Horb durch Dr. Sabine Bergmann-Pohl mit (stehend von links): CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thomas Kreidler, Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Neubulachs CDU-Ortsverbandsvorsitzender Bernhard Grossmann.

Horb. Eine bedeutende Unterschrift ziert jetzt das Goldene Buch der Großen Kreisstadt Horb: Dr. Sabine Bergmann-Pohl, letztes und einzig auf demokratischer Basis amtierendes Staatsoberhaupt der DDR, hat sich anlässlich ihres Aufenthalts im Wahlkreis des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel eingetragen. Der Parlamentarische Staatssekretär verwies bei der Gelegenheit auf die touristischen Highlights des Nordschwarzwaldes und die Schönheit der Neckarstadt.

„Wir sind riesenstolz, dass Sie uns besuchen“, sagte Oberbürgermeister Peter Rosenberger, der heute noch den Bürgern der damaligen DDR unheimlich dankbar ist, dass sie die Mauer zu Fall gebracht haben. Denn wäre das nicht passiert, hätte er seine Frau, die aus Thüringen stammt, wohl nie kennengelernt, räumte der Rathauschef ein. „Wenn man das große Ganze sieht, übersieht man manchmal leicht die kleinen Schicksale“, betonte Bergmann-Pohl, der die Stadt ein schwäbisches Maultaschen-Potpourri servierte. Umso gleich eine Gemeinsamkeit mit der Rathauschef zu entdecken: Denn nicht nur dessen Ehefrau, sondern auch sie selbst stamme aus Thüringen, so die CDU-Politikerin.  

Dass die Verantwortlichen damals mit der raschen Wiedervereinigung den richtigen Weg gegangen seien, würden aktuelle Umfragewerte bestätigen. Denn über 60 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern begrüßen heute diesen Schritt, während nur 17 Prozent dagegen sind. Die deutsche Einheit ist in Bergmann-Pohls Augen eine „absolute Erfolgsgeschichte“. Sie hat nicht nur die Verhandlungen für die Wiedervereinigung auf ostdeutscher Seite geleitet, sondern als letzte Präsidentin der DDR-Volkskammer auch die Verträge unterzeichnet. 

[Druckversion]