09.10.2014

Wanderer denken an Deutsche Einheit

Sabine Bergmann-Pohl marschiert mit Senioren-Union zum Ellbachseeblick / Nicht zum ersten Mal in Freudenstadt

Wanderer denken an Deutsche Einheit An der Heilklimapforte auf dem Kniebis trafen sich Mitglieder und Freunde der Senioren-Union der CDU, um mit der letzten Volkskammer-Präsidentin Dr. Sabine Bergmann-Pohl (Mitte), dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (rechts neben ihr) und dem Landtagsabgeordneten Norbert Beck (Dritter von rechts) zum Ellbachseeblick zu wandern.

Freudenstadt-Kniebis. Dass der kalte Vorhang gefallen ist und Europa heute weitestgehend in Frieden leben kann, daran hat auch das letzte und einzig auf demokratischer Basis amtierende Staatsoberhaupt der DDR seinen Anteil. Bei ihrem Besuch im Nordschwarzwald nahm Dr. Sabine Bergmann-Pohl gerne das Angebot der Senioren-Union der CDU im Kreis Freudenstadt an, sich mit Bürgern bei einer Wanderung auf dem Kniebis auszutauschen. 

Begleitet wurde die CDU-Politikerin unter anderem vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, der die Mitgestalterin der deutschen Einheit in den Nordschwarzwald eingeladen hatte, dem Landtagsabgeordneten Norbert Beck, dem katholischen Dekan Markus Ziegler und auch Vertretern der Jungen Union. Was bislang niemand wusste: Die letzte Volkskammer-Präsidentin, die neben Bundeskanzler Helmut Kohl und den Alliierten maßgeblich an den Verhandlungen zur Wiedervereinigung Deutschlands beteiligt war, besuchte nicht zum ersten Mal die Kreisstadt. Denn nach der Wende feierte sie mit Freunden in Freudenstadt Silvester. Das, so Bergmann-Pohl, hätte sie ohne den mutigen Schritt so vieler Bürger in der damaligen DDR nie erleben können.

„Der Tag der deutschen Einheit hinterließ bei jedem unterschiedliche Spuren“, erinnerte die Vorsitzende der Senioren-Union, Maria Klink, an die Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung. Das „C“ im Parteinamen der CDU leite die Politik der Christdemokraten bis heute. Von den Kirchen in der damaligen DDR sei auch der Umbruch ausgegangen. Deshalb zitierte Maria Klink ein Gebet, in dem auf den Propheten Daniel verwiesen wird. Folge man seinen Worten, dann wisse man, dass man auch sein Leben in einem freien, demokratischen Land Gott zu verdanken habe, der die Geschicke der Menschheit lenke. Dekan Markus Ziegler betonte, dass die Menschheit schon immer unter Teilungen gelitten habe.

Er sei immer noch sehr gerührt, wenn er an die Wiedervereinigung erinnert werde, betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Beck. Nicht oft genug könne man an die Zeit der Wende erinnern. Dabei sollten die Deutschen in West und Ost aber noch viel stärker in den Vordergrund stellen, was sie verbinde. „Das ist wichtig und nicht das, was uns trennt“, sagte Beck, ehe sich Jung und Alt ab dem Besucherzentrum auf dem Kniebis zu einer einstündigen Wanderung auf den Weg machten. Ihr Ziel: der Ellbachseeblick. 

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