15.10.2014

Länger in eigenen Wänden leben

Fuchtel informiert über neue Zuschüsse für alters- und behindertengerechtes Wohnen / Infos im Abgeordnetenbüro

Calw / Freudenstadt. Der Bund legt nicht nur sein Programm zur Förderung von alters- und behindertengerechtem Wohnen neu auf, sondern sattelt finanziell sogar noch eins drauf. „Davon können in entscheidendem Maße Senioren und ihre Familien im Nordschwarzwald profitieren“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, „denn in den Landkreisen Calw und Freudenstadt liegt der Anteil der über 65-jährigen bereits bei 20 Prozent.“ Bis 2030 wird er weiter um über sieben Prozent steigen. 

Wer also für sich selbst oder seine Angehörigen an einen solchen Umbau denkt, kann sich mit dem Abgeordnetenbüro von Hans-Joachim Fuchtel in Berlin in Verbindung setzen unter Telefon 030/22779077 oder per E-Mail: hans-joachim.fuchtel@bundestag.de. Dort gibt es nähere Informationen zu dem von der Bundesregierung neu aufgelegten Programm.

Länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben: Für den Politiker ist das eine gute Prognose für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in seinem Wahlkreis. „Das Programm“, sagt er, „ermöglicht zudem, länger mit Angehörigen unter einem Dach zu wohnen.“ Das gilt im Besonderen auch für behinderte Menschen, deren Inklusion in Schule und Beruf erklärtes Ziel im Sinne der UN-Konvention ist. Bis 2018 stellt der Bundeshaushalt Mittel in Höhe von 54 Millionen Euro zur Verfügung.

Schon 2050 wird jeder siebte Deutsche älter als 80 Jahre alt sein. Dafür müssten bis 2030 bereits 2,9 Millionen Wohnungen baulich angepasst werden. Die Lebenserwartung der Männer wird bis 2060 auf 87 Jahre steigen und die der Frauen auf 92 Jahre. Der Anteil der Senioren über 65 Jahre wird bis dahin auf fast 21 Millionen gestiegen sein, was 35,8 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Aktuell liegt die Lebenserwartung der Männer im Nordschwarzwald bereits bei rund 78 Jahren, die der Frauen bei 83 Jahren. Die Zahl der Pflegebedürftigen liegt 2014 bei 4000 im Kreis Calw und im Kreis Freudenstadt bei 3200.

Das möglichst lange Leben in den eigenen vier Wänden hat nicht nur einen sozialen Aspekt für die Betroffenen, sondern rechnet sich auch für die staatlichen Sozialsysteme, die jährlich um rund drei Milliarden Euro entlastet werden, wenn bei nur 15 Prozent der pflegebedürftig werden Personen ein Umzug ins Heim vermieden oder aufgeschoben werden kann.

Schon 2009 habe die Bundesregierung mit dem KfW-Programm „Altersgerechtes Umbauen“ einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan, sagt Fuchtel. In den Folgejahren wurden über 200.000 Wohneinheiten bis 2011 mit Darlehen und Zuschüsse sowie danach bis heute durch Darlehen gefördert.

Von dem Willen der Bundesregierung, die Schaffung von generationengerechtem Wohnraum weiterhin zu unterstützen, profitieren jetzt selbst nutzende Wohnungseigentümer, Wohneigentümer-Gemeinschaften und Mieter, die wieder direkte Zuschüsse für ihre Umbauarbeiten erhalten. Übrigens kann die staatliche Hilfe idealerweise auch mit den Programm zur energetischen Gebäudesanierung verknüpft werden sowie mit Maßnahmen zum Barriereabbau und zur Einbruchsicherheit. 

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