16.10.2014

Rehhagel um Sport verdient gemacht

Alfred Schweizer überreicht Erfolgstrainer Ehrenmedaille des Sportkreises Freudenstadt / Auf Fuchtels Initiative in Baiersbronn

Rehhagel um Sport verdient gemachtOtto Rehhagel im Baiersbronner Sportlertreff, umringt von Sportvereinschef Stefan Mirus, Sportkreisvorsitzenden Alfred Schweizer, Bürgermeister Michael Ruf, Landtagsabgeordneten Norbert Beck und Rehhagels Berater Detlef Loeschin (von links).

Baiersbronn. Die Ehrenmedaille des Sportkreises Freudenstadt hält jetzt ein besonders prominenter Sportler in Händen. Erfolgstrainer Otto Rehhagel hat die Auszeichnung für seine Verdienste um den Sport in Baiersbronn aus den Händen des Vorsitzenden Alfred Schweizer dankend entgegen genommen.

Der Erfolgstrainer hatte bei seiner Visite im Nordschwarzwald, die auf eine Initiative des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel zurückgeht, in der Tourismusgemeinde gewohnt. Der Bundestagsabgeordnete hatte „Otto II“, wie er seit dem Sieg der griechischen Nationalmannschaft im EM-Finale 2004 von den Hellenen genannt wird, in seinen Wahlkreis eingeladen.

Im Sportlertreff Baiersbronn plauderte Otto Rehhagel über alte Zeiten, modernen Fußballsport und gab persönliche Anekdoten aus seiner langen Karriere als Fußballer und Trainer zum Besten. „Sind hier alle von der CDU?“ fragte Rehhagel in die Runde, um gleich eins nachzusetzen: „Das macht gar nichts, denn ich gehöre auch dazu.“ Zum ersten Mal war Rehhagel vor 50 Jahren in Baiersbronn gewesen, damals noch im Trainingslager mit dem 1. FC Kaiserslautern.

Von einer guten Symbiose zwischen Sport und Gemeinde sprachen unisono Landtagsabgeordneter Norbert Beck und Bürgermeister Michael Ruf, als sie den prominenten Gast in der Gemeinde begrüßten. Vor allem der Fußball habe eine lange Tradition in Baiersbronn. „Wir müssen auf die Jugend setzen“, pflichtete der Erfolgstrainer dem Sportvereinsvorsitzenden Stefan Mirus bei. Später trug sich Otto Rehhagel auch ins Goldene Buch der Tourismusgemeinde ein.

Zum Erfolg als Trainer führten nicht alleine Disziplin und Glück, gab Rehhagel seinen Zuhörern in Baiersbronn mit auf den Weg, „ohne die Spieler bist du gar nichts!“ Des Öfteren sei er auch kritisiert worden, er spiele keinen modernen Fußball. Rehhagels Kommentar: „Modern ist, wenn man gewinnt!“ Wenngleich heute „der beste Fußball da gespielt wird, wo das Geld ist.“

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