20.10.2014

Christen erheben ihre Stimmen

Missionsdirektor überreicht Petition an Staatssekretär Fuchtel / Gegen Verfolgung und Ermordung von religiösen Minderheiten

Christen erheben ihre Stimmen  Eine Petition mit über 1.400 Unterschriften gegen die Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten auf der Welt überreichte Martin Auch, Missionsdirektor bei der Liebenzeller Mission, an den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Bad Liebenzell. Ihre Stimmen gegen die Verfolgung sowie Ermordung von Christen und religiösen Minderheiten auf der Welt haben Mitglieder und Freunde der Liebenzeller Mission erhoben. Über 1.400 Besucher des Missionsfestes in Bad Liebenzell haben dazu eine Petition unterzeichnet, die Missionsdirektor Martin Auch jetzt dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel überreicht hat. 

Bewusst hat die Liebenzeller Mission allen ihren Gästen ein arabisches „N“ als Aufkleber überreicht, mit dem ansonsten fanatische Islamisten in Syrien und im Irak die Hauswände von Christen besprühen. Mit diesem barbarischen Akt werden religiöse Minderheiten zum Freiwild erklärt. „Wir haben die Sache einfach umgekehrt und den arabischen Buchstaben zu einem Symbol der Solidarität mit unseren Glaubensbrüdern gemacht“, sagte Martin Auch bei der Übergabe der Unterschriften, „als Christen wollen wir uns auch selber in die Pflicht nehmen, den Flüchtlingen Heimat zu geben sowie für sie und alle Politiker zu beten, damit sie zu guten Entscheidungen finden.“

„Unsere finanzielle Hilfe muss an den aktiven Schutz für religiöse Minderheiten geknüpft werden“, betonte Auch. „Auch hierzulande müssen die Menschen, die vor Krieg und Fanatismus in unser Land strömen, vor Repressalien geschützt und willkommen geheißen werden“, sagte der Missionsdirektor. Aktuell betreut die Liebenzeller Mission unter anderem traumatisierte Menschen in einem Flüchtlingslager an der syrischen Grenze und bietet dort gezielt seelsorgerische Unterstützung an.

Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel betonte, dass die Situation noch weit schlimmer sei, als aus den Medien bekannt. Das habe auch Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, nach seinem jüngsten Besuch in der Krisenregion ausdrücklich betont. Die Dramatik der Krisenherde auf der ganzen Welt sei enorm. „Deshalb dürfen wir als Menschen und Christen nicht die Augen vor den vielen Schicksalen verschließen“, so der Bundestagsabgeordnete. Die Forderung nach Hilfe für die Unterdrückten werde schon in der Bibel thematisiert. „Dafür brauchen wir momentan sehr viel Kraft und mutige Menschen, die sich wie die Liebenzeller Mission der Verfolgten annehmen.“

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