14.11.2014

Der Coup für Buhlbach ist gelungen

Fuchtel: Mit ausgeklügeltem Konzept Ziel erreicht / Bundesmittel bieten neue Perspektiven / Aus Glashütte kann noch mehr werden / Gespräche mit Entscheidungsträgern geplant

Der Coup für Buhlbach ist gelungenAn diesem Tag wurde der Coup für Buhlbach vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Fünfter von links) eingefädelt: Am 4. Oktober traf sich der CDU-Bundestagsabgeordnete mit dem Haushaltspolitiker Rüdiger Kruse (Vierter von links), Bürgermeister Michael Ruf und weiteren Gesprächspartnern vor dem restaurierten Turbinenhaus der historischen Glashütte.

Baiersbronn. Der Geburtsort der Champagnerflaschen im Schwarzwald erfährt eine weitere Aufwertung. Über Bundesmittel in Höhe von 650.000 Euro netto freut sich vor allem der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel für die Gemeinde Baiersbronn. Der CDU-Bundestagsabgeordnete hat schon vor eineinhalb Jahren die Idee eines Champagner-Outlets für Buhlbach entwickelt und am 4. Oktober den maßgeblichen Haushaltspolitiker Rüdiger Kruse nach Baiersbronn eingeladen. 

Seine Pläne hat Fuchtel bislang allerdings mit höchster Diskretion verfolgt, um das Projekt nicht zu gefährden. Denn wegen mangelnder Finanzen konnten die Ausbaupläne, die zu einem weiteren Highlight für die Schwarzwald-Metropole werden sollen, nicht realisiert werden. Deshalb hatte der Politiker auch Stillschweigen über den Besuch von Rüdiger Kruse, der sich im Bundeshaushalt besonders mit der Materie befasst, gewahrt. Kruse hatte sich bei seinem Vor-Ort-Besuch positiv überrascht gezeigt, wie der gemeinnützige Förderverein bereits mit viel Liebe zum Detail die Buhlbacher Glashütte aus dem Dornröschenschlaf erweckt hat. „Dahinter steckt eine enorme Leistung“, hatte ihm Hans-Joachim Fuchtel mit auf den Weg nach Berlin gegeben.

Im Haushaltsausschuss, der von Donnerstag dieser Woche bis Freitagfrüh um 3 Uhr tagte, gilt die Regel, dass Entscheidungen erst dann öffentlich gemacht werden, wenn die abschließende, sogenannte Bereinigungssitzung stattgefunden hat. „Es ist eigentlich geübter Parlamentsstil, das Prinzip einzuhalten. An diese Praxis habe ich mich bislang selbstverständlich immer gehalten“, betonte Fuchtel. 

„Jetzt geht es an die Umsetzung und die weitere Ausformung eines Konzepts, wie dieser hohe Bundeszuschuss maximal für Buhlbach eingesetzt werden kann“, denkt Fuchtel bereits einen Schritt weiter. In der Regel müssten 50 Prozent der gesamten Investitionssumme noch von anderer Seite hinzugefügt werden, damit es zu Auszahlungen kommen kann.

Fuchtel kündigte vor diesem Hintergrund an, dass er in Kürze mit den Entscheidungsträgern in Baiersbronn zusammenkommen werde, um die weiteren Aktivitäten und die Verwertung des Bundeszuschusses im Einzelnen zu besprechen.

Erstmals gab der Politiker auch etwas von seiner Idee, den Geburtsort der Champagnerflaschen in der Schwarzwaldregion auf besondere Weise zu verwerten, in der Öffentlichkeit bekannt. Der Zuschuss aus Berlin biete viele interessante Möglichkeiten, das Gesamtensemble in Buhlbach weiter zu entwickeln. Dazu brauche man jetzt viel Sachverstand und Engagement.

Der immense Einsatz der Vorsitzenden des Fördervereins, Dora Luise Klumpp, und ihrer Mitstreiter habe gezeigt, was alles entstehen könne. Er freue sich, so Fuchtel, dass ein finanzieller Impuls aus Berlin möglich geworden sei. Dies hätte nicht ohne den mit der Angelegenheit befassten Haushaltspolitiker Rüder Kruse aus Hamburg  realisiert  werden können, der am 4. Oktober auf seine Einladung hin eigens für dieses Projekt nach Baiersbronn gereist sei.

Hans-Joachim Fuchtel, Bürgermeister Michael Ruf und Tourismusdirektor Patrick Schreib sowie Vertreter des Fördervereins hatten dem Gast an Ort und Stelle das Projekt vor Augen geführt. Er sei sehr beeindruckt, mit welcher „Tatkraft“ die Mitglieder des Fördervereins ans Werk gehen, sagte Kruse später, „das ist eine wirklich tolle Arbeit hier.“

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