14.09.2011

Information über Inklusion

OB Julian Osswald in Berlin / Besuch bei Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel

Freudenstadt / Berlin. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in die praktische Politik war Gegenstand eines Informationsgespräches des Freudenstädter Oberbürgermeisters Julian Osswald im Bundesministerium für Arbeit und Soziales beim Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Freudenstadts Stadtoberhaupt interessierte sich für die neuen Herausforderungen sowohl im Blick auf die Stadt und den Landkreis
Freudenstadt als auch als Vorsitzender der kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Nordbaden.

 

Information über InklusionFreudenstadts OB Julian Osswald im Bundesministerium für Arbeit und Soziales beim Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Im Hintergrund ein Tast-Bild für Blinde des berühmten irischen Künstlers Matt Lamb.


Auf allen Ebenen treffe man auf das vielfältige Aufgabenfeld der Barrierefreiheit. Hans-Joachim Fuchtel: „Allein eine Fahrt mit dem
Rollstuhl durch die Stadt zeigt, wie weit man hier vor Ort ist.“ Aber auch die Ausgestaltung der Computerprogramme für einfache Sprache gehöre zur Barrierefreiheit. Menschen mit Behinderungen nutzten den Computer im Übrigen öfter als Nichtbehinderte, da sie zum Teil viel stärker auf Informationen aus dem Netz angewiesen seien und auf diesem Wege Kommunikation entfalten könnten.


Die Probleme könnten jeden treffen, unterstrich Fuchtel. Nur Prozent der Menschen mit Behinderungen kämen als solche auf die Welt. Alles andere passiere danach. Die Zahl der Menschen mit Behinderungen liege bei zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Von der Frühförderung, dem Übergang vom Schulwesen in eine berufliche Tätigkeit, bis hin zu mehr Inklusion im Freizeitbereich reiche das vielfältige Spektrum, das weiter bearbeitet werden müsse. In den vielfältig aktiven Selbsthilfegruppen finde man gute Ratgeber, die unbedingt einbezogen werden sollten.

[Druckversion]