27.11.2014

Glattens Verbindung zur Schifffahrt

Nahezu jedes zweite Schiff hat Teile von LĹOrange / Produktion läuft erfolgreich / Im Hightech-Segment tätig / Über 700 Mitarbeiter in Glatten / Staatssekretär Fuchtel besucht Unternehmen

Glattens Verbindung zur SchifffahrtWirtschaft und Politik im Dialog: „Fuchtel geht unter die Leut‘“, hier mit (von links) Hans Kortus, Direktor Produktion, Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Landtagsabgeordneter Norbert Beck, Geschäftsführer Dr. Ralph-Michael Schmidt und Pascale Peukert, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes bei L’Orange in Glatten.

Glatten. Für Dr. Ralph-Michael Schmidt steht außer Frage: Wirtschaft und Politik müssen eng zusammenarbeiten. „Es darf nicht vergessen werden, dass Wohlstand erst durch eine boomende Wirtschaft entsteht“, sagte der Geschäftsführer von L’Orange in Glatten bei einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel angesichts Tendenzen zur stärkeren Belastung der Wirtschaft. Staunend nahmen die Besucher zur Kenntnis, dass Produkte des Hightech-Unternehmens so gut wie in jedem zweiten Schiff mit Großdieselmotor auf den Weltmeeren zu finden sind. 

Wieder war der CDU-Politiker im Rahmen seines Veranstaltungsformats „Fuchtel geht unter die Leut‘“ unterwegs. Diesmal war es ein Gespräch mit der Führungsriege des mittelständischen Unternehmens L‘Orange, um sich über die Lage der Wirtschaft vor Ort in seinem Wahlkreis zu informieren. Aktiv in die Runde ein brachten sich auch der Landtagsabgeordnete Norbert Beck sowie seitens des CDU-Gemeindeverbandes deren Vorsitzende Pascale Peukert und Schriftführer Günther Kress.

Gerne hörten die beiden CDU-Abgeordneten, dass bei L’Orange ein soziales Selbstverständnis zur Unternehmensphilosophie gehört. „Wir wollen am Standort Glatten Verantwortung zeigen“, sagte Schmidt. Dazu gehöre unter anderem, „auch lernschwachen jungen Menschen eine Chance auf eine Ausbildung zu geben“, so der Geschäftsführer. Derzeit werden bei L’Orange 40 junge Leute ausgebildet, darunter auch zwei lernschwache Jugendliche.

In diesem Zusammenhang begrüßte der Firmenchef den Vorstoß des Politikers, den Erhalt der dualen Ausbildung in Deutschland durch Internationalisierung der Berufsschulen zu sichern. L’Orange habe den „Weg zum exzellenten Unternehmen“ gewählt. Dazu gehöre die aktive Auseinandersetzung mit den Unternehmenswerten, die zu deutlich zufriedeneren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führe, ist Schmidt überzeugt.

Bei einem hohen Warenausgang verstehe sich von selbst, sagte Hans Kortus, als Direktor verantwortlich für die Produktion in den Werken Glatten und Wolfratshausen, dass eine bessere Anbindung an den überörtlichen Verkehr von Glatten außerordentlich wichtig sei. Und auch die internationale Produktpiraterie mache eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik unverzichtbar.

Die Bilanzen von L’Orange seien durchaus von guten Wachstumsperspektiven geprägt, betonte der Geschäftsführer. Das Hightech-Unternehmen ist führend in der Einspritztechnologie und stellt sehr Know-how-trächtige Produkte vor allem für die Kraftwerk- und Schiffsbauindustrie her. „In jedem zweiten Schiff mit Großdieselmotor, das auf den Weltmeeren unterwegs ist, sind Teile aus Glatten verbaut“, sagte Hans Kortus. Während 200 Mitarbeiter für Entwicklung, Verwaltung und Vertrieb in Stuttgart zuhause sind, hat das Unternehmen neben Glatten (750 Mitarbeiter), Wolfratshausen (100) und dem Servicecenter bei Hamburg (sieben) seit 2013 auch zwei Standorte in China mit insgesamt 18 Mitarbeitern.

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