05.12.2014

Pflegeempfang mit dem Bevollmächtigten

Staatssekretär Laumann kommt am 7. Januar / Zentrale Auftaktveranstaltung in Pfalzgrafenweiler / CDU: Besonders im ländlichen Raum brauchen wir mehr Dialog / Neue Gesetze

Pflegeempfang mit dem BevollmächtigtenStaatssekretär Karl-Josef Laumann, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege, spricht auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel beim Pflegeempfang am 7. Januar in der Festhalle von Pfalzgrafenweiler.

Calw / Freudenstadt. Bereits im Bundestagswahlkampf hatte der hiesige Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel immer wieder die Fragen rund um die Pflege thematisiert und signalisiert, sich stärker vor Ort damit befassen zu wollen. Jetzt startet die CDU mit einem neuen Veranstaltungsformat, dem Pflegeempfang. Er findet für beide Landkreise zentral in der Festhalle von Pfalzgrafenweiler statt. 

Wie Fuchtel mitteilt, hat die Koalition in Berlin wegen des großen Aufgabenspektrums für Patienten und Pflege einen Bevollmächtigen im Rang eines Staatssekretärs berufen. „Um einen Akzent im ländlichen Raum zu setzen, haben wir Karl-Josef Laumann eingeladen“, betonen die CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Blenke (Calw) und Norbert Beck (Freudenstadt). Es soll der Auftakt zu einem intensiven Dialog sein, sind sich die beiden Landtagsabgeordneten mit dem Bundestagsabgeordneten einig. Eine Veranstaltung, zu der alle Akteure sowie auch die Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Schließlich könne jeder betroffen werden.

Neben anderen Gesetzen habe der Bundestag am Donnerstag das neue Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf beschlossen, teilt Fuchtel mit. Es werde von drei Säulen getragen. Inhalt sei ein Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung für die kurzzeitige Arbeitsverhinderung, damit Familien bei der Pflege von Angehörigen neben der Kindererziehung finanziell nicht unter Druck geraten. Möglich seien zinslose Darlehen zur Überbrückung von Freistellungen auf Wunsch, und das Gesetz ermögliche Angehörigen, ihre Erwerbstätigkeit für die Pflege ihrer Familienmitglieder zeitweise zu reduzieren, damit sie ihre Berufstätigkeit nicht ganz aufgeben müssen. Er eröffne darüber hinaus Möglichkeiten, pflegebedürftige Kinder in einer Einrichtung zu betreuen und Angehörige in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten.

Dass der Bund die häusliche Gemeinschaft stärkt, hält Hans-Joachim Fuchtel für außerordentlich wichtig in einer Zeit, in der die Menschen immer älter, aber auch gebrechlicher werden. „Jeder sollte die Chance haben“, so der Politiker, „bis ins hohe Alter im Kreis seiner Familie leben zu können.“ Diese Leistung könnten freilich nicht alle Familien erbringen. Deshalb sei die Gesellschaft auch künftig auf professionelle Pflegekräfte angewiesen, die eine gute Arbeit leisteten. 

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