09.12.2014

Kleinbauern im Blick

Staatssekretär Fuchtel dankt für Engagement des Weltladen-Teams / Mehrere Botschafter pro Woche im Ministerium

Kleinbauern im Blick Dank für das Engagement zugunsten der Kleinbauern in der Dritten Welt sprach der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (rechts) Brigitte Krebs und dem Team vom Weltladen in Freudenstadt aus. Bei dem Besuch begleitete ihn Freudenstadts Bürgermeister Gerhard Link.

Freudenstadt. Nicht nur als Bundestagsabgeordneter, sondern vor allem auch als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), kam Hans-Joachim Fuchtel. „Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Engagement, das Sie hier vor Ort an den Tag legen“, hob der CDU-Politiker das Team vom Freudenstädter Weltladen hervor.

„Was Sie hier für die Interessen der Kleinbauern in den Entwicklungsländern leisten, ist bemerkenswert“, sagte der Abgeordnete, der von Bürgermeister Gerhard Link begleitet wurde, bei seinem Besuch. Seit rund 30 Jahren führt der gemeinnützige Verein "Partnerschaft mit der Dritten Welt" ehrenamtlich in Freudenstadt eine große Auswahl an fairen Produkten.

Das Team belässt es jedoch nicht nur beim reinen Verkauf, sondern informiert auch bei Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen für Schulklassen über die Lebens- und Produktionsbedingungen in der so genannten Dritten Welt. Ziel ist, „für mehr Gerechtigkeit zwischen Benachteiligten und Bevorzugten in der Einen Welt zu sorgen.“

Durch die Abnahme ihrer Waren zu fairen Bedingungen und ohne kommerziellen Zwischenhandel, erläuterte Initiatorin Brigitte Krebs dem Staatssekretär, würden kleine Gruppen und ihre Projekte zum Beispiel in Afrika, Asien oder Südamerika gestärkt. Für die Kleinbauern bedeutet der faire Handel eine überlebenswichtige Alternative zur Armut.

Verkauft werden zum Beispiel Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Bananen, Schokolade und viele andere Lebensmittel sowie Korbwaren, Kunsthandwerk, Musikinstrumente oder Schmuck. Hauptlieferant des Weltladens ist die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt (GEPA). Außerdem gibt es noch Produkte aus dem Trossinger Nudelhaus, der ökumenischen Gemeinschaft für soziale Integration. Auserwählte Biowaren, umweltfreundliche Schreibwaren und Bücher von Autoren der "Dritten Welt" ergänzen das Sortiment.

Fuchtel verwies auf das Engagement des BMZ für die Entwicklungsländer, wobei das Ministerium einen starken Fokus auf die Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort lege. Aktuell habe Entwicklungsminister Gerd Müller ein Sonderprogramm mit Schwerpunkt Afrika aufgelegt. Da die gemeinnützige Eine-Welt-Gruppe Freudenstadt sich für diesen Kontinent ebenfalls durch die Organisation von Veranstaltungen wie das bekannte Afrika-Fest in Freudenstadt stark engagiere, wolle er sich um einen Kontakt in eine der afrikanischen Botschaften in Berlin für den Verein bemühen.

Fuchtel: „Solche Verbindungen sind für die Ausweitung des Dialogs sehr interessant.“ Wöchentlich werde er von mehreren Botschaftern aufgesucht und er sehe Interesse an solchen Begegnungen.

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