05.03.2015

Straßenbau: Fuchtel lässt nicht locker

Weiteres Abstimmungsgespräch mit dem Landrat / Auch Nahversorgung und Breitbandausbau auf Agenda

Straßenbau: Fuchtel lässt nicht locker Wichtiges Abstimmungsgespräch in Sachen Straßenbau, Nahversorgung und Breitbandausbau: der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (links) mit Landrat Klaus Michael Rückert im Landratsamt Freudenstadt.

Freudenstadt / Horb. Die Verkehrsführung im Kreis Freudenstadt stand im Fokus eines Treffens zwischen dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Landrat Klaus Michael Rückert. Damit setzte der Bundestagsabgeordnete seine Abstimmungsgespräche in Sachen Straßenbau fort. Außerdem kamen die Themen Nahversorgung in den ländlichen Kommunen und der Breitbandausbau zur Sprache.

Fuchtel und Rückert sind sich einig, dass neben den beiden Großprojekten in Horb und Freudenstadt der Streckenabschnitt im Bereich Bahnüberführung beim Seewald besonderes Augenmerk verdiene. Die Strecke ab Höhe Grünmettstetten bis auf die beginnende Ebene Richtung Rexinger Kapellenhöfe sei nicht nur eine wichtige Voraussetzung für den Weiterbau der B 28 neu von Schopfloch kommend, pflichtete der Landrat dem Abgeordneten bei, „vielmehr geht es auch darum, einen großen Gefahrenpunkt schnellstens zu entschärfen!“ Vor allem Lastwagenfahrer hätten im Begegnungsverkehr auf dem schienengleichen Bahnübergang ihre liebe Not, den ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten.

Nicht auszudenken wäre, kamen Rückert und Fuchtel überein, wenn es während des Herannahens eines Zuges wegen der Fahrbahnenge zu einer Kollision kommen würde. Der Staatssekretär hatte erst letzten Sommer eine Stunde lang den Verkehr vor Ort beobachtet, um zu dem Schluss zu kommen, dass die gefährliche Situation unbedingt in absehbarer Zeit beseitigt werden muss. Da die Bahn laut Finanzierungsgesetz für Eisenbahnkreuzungen (EKrG) ein Drittel der Kosten für den Ausbau bezahlen würde, seien hier günstige Finanzierungsbedingungen gegeben. „Es müssen“, so Fuchtel, „alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die notwendigen Schritte einzuleiten“.

Kopfzerbrechen bereitet den beiden Politikern die Nahversorgung in der Region. „Wir können nicht zusehen, dass der ländliche Raum immer mehr ausblutet“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, „dem müssen wir unbedingt mehr Ideen entgegensetzen.“ Landrat Klaus Michael Rückert begrüßte den Vorschlag des Parlamentariers, noch in diesem Jahr eine Nahversorgungskonferenz für den Nordschwarzwald einzuberufen. Dabei soll unter anderem ausgelotet werden, wie Waren des täglichen Bedarfs – zum Beispiel durch mobile Verkaufsstände – näher zu den Verbrauchern gebracht werden können.

Davon würden vor allem die älteren Bürger profitieren, deren Zahl auf Grund der demografischen Entwicklung weiter zunehmen werde und die auf Hilfe dringend angewiesen seien. „Auf diese Weise können wir alle Ideen aus der Region in einem Pool sammeln, mit wissenschaftlicher Begleitung diskutieren, um nachhaltige Verbesserungen für die Infrastruktur zu erreichen“, nannte Fuchtel die Ziele der von ihm geplanten Nahversorgungskonferenz.

Apropos Infrastruktur: Der Bundestagsabgeordnete möchte an seine erfolgreichen Breitbandkonferenzen für die Region in Haiterbach anknüpfen. Zwar hätten die Gesprächsrunden bereits spürbar Bewegung in die DSL-Versorgung für einige Kommunen gebracht, sagte Fuchtel, allerdings sei schnelles Internet noch nicht flächendeckend verfügbar. Landrat Rückert sagte dem CDU-Abgeordneten zu, ihn auch bei dieser Initiative nach Kräften zu unterstützen, um weitere Verbesserungen für die Infrastruktur im Kreis Freudenstadt zu erreichen. „Schließlich hängt davon auch die Attraktivität der Kommunen als Wirtschaftsstandorte ab“, argumentierte Rückert.

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