19.03.2015

Pilotprojekt für Bangladesh im Fokus

Wirtschaftsdelegation aus Dhaka ist von Klaus Schnepfs Ideen sehr angetan / Abgeordnete trägt sich ins goldene Buch ein

Pilotprojekt für Bangladesh im Fokus Mutige Kämpferin für Frauenrechte in ihrem Heimatland: Shirin Akhter bei ihrem Eintrag ins goldene Buch der Stadt Nagold, flankiert vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Fünfter von links), Oberbürgermeister Jürgen Großmann (Zweiter von links), Unternehmer Klaus Schnepf, Wirtschaftsvertretern aus Bangladesh sowie Mitarbeitern des Bundestagsabgeordneten.

Nagold. Klaus Schnepf ist nach eigenen Worten „ein großer Freund von Pilotprojekten.“ Ein solches könnte es für den Nagolder Unternehmer bald schon in Bangladesh geben. Denn als die Parlamentsabgeordnete Shirin Akhter gemeinsam mit  Wirtschaftsvertretern aus Dhaka sein Kompetenzzentrum für Energie besuchte, da waren die Geschäftsleute aus Südasien buchstäblich Feuer und Flamme für den Erfindungsreichtum, der auf dem Nagolder Wolfsberg vorherrscht.

Der Nagolder Oberbürgermeister, der kurzfristig zu der vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel initiierten Begegnung geeilt war, hatte vorsorglich das goldene Buch seiner Großen Kreisstadt mitgebracht. Als er sich später zurück auf den Weg ins Rathaus machte, zierte es den Eintrag einer Politikerin, die wegen ihres mutigen Kampfes für die Rechte von Frauen in ihrem Heimatland nicht immer so willkommen war wie heute. Einen Teil ihres Lebens hat Shirin Akhter sogar in dunklen Gefängnissen gesessen.

Lesen können ihre Botschaft an die Menschheit, wonach ihr sehnlichster Wunsch ist, die Welt von Hunger und Armut zu befreien, indes nur wenige Menschen. Denn die Abgeordnete wählte für ihren Eintrag die kunstvoll geschwungenen Letter ihrer bengalischen Muttersprache.

Mit knapp 160 Millionen Einwohnern ist Bangladesh bei einer Fläche von 147.570 Quadratkilometer einer der am dichtesten besiedelten Flächenstaaten der Welt. Kein Wunder also, wenn Energie knapp ist, wie die Wirtschaftsvertreter das ausgeprägte Interesse an modernen Energiekonzepten begründeten. Sie wollen vorbeugen, dass bei den großen Spinnereien und Pharmaunternehmen im Land eines Tages nicht das Licht ausgeht. Wohlwollend hörten sie, dass Klaus Schnepf und seine Partner weit gereiste Fachleute in Sachen Energietechnik sind und sogar schon in Vietnam, Malaysia, Indonesien und China für „Wohlbefinden in Büros und Fabriken“ gesorgt haben. Ein Auftrag in Bangladesh würde ihn keinesfalls aus dem Konzept bringen, sagte Schnepf, denn „wir stellen uns jeweils auf die Situation vor Ort ein“.

Der OB freute sich derweil, dass sich die Aktivitäten des Bundestagsabgeordneten erneut als Gewinn für Nagold entpuppten.  „Hans-Joachim Fuchtel ist eben ein Brückenbauer zwischen den Nationen dieser Welt“, sagte Großmann, als er das goldene Buch als „hohes Zeichen der Völkerverständigung“ stolz wieder zuklappte. „Wir wissen um die verschiedenen kulturellen Wurzeln “, wandte sich der Rathauschef schließlich an die Gäste, „das ist kein Nachtteil: Das kann uns nur noch mehr beflügeln, mit gegenseitigem Respekt aufeinander zuzugehen.“ 

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