06.10.2011

Wirksamer Beitrag für Europa

Bürgerbeauftragter des EU-Parlaments auf Burg Liebenzell / Diamandouros von Akademie beeindruckt

06.10.2011: fueuburg.jpgBad Liebenzell. Das Internationale Forum Burg Liebenzell leistet als Begegnungsort für junge Menschen einen wirksamen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas. Das sagte der europäische Bürgerbeauftragte Nikiforos Diamandouros vor Mitgliedern des Kuratoriums. Der Ombudsmann besuchte auf Bitte des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel persönlich die Burg, um sich ein Bild von der politischen Bildungsarbeit in Bad Liebenzell zu machen.

Im Vorfeld des Besuchs hatte Hans-Joachim Fuchtel den Bürgerbeauftragten um den Besuch auf Burg Liebenzell gebeten, um auf diese Weise „das außergewöhnliche Engagement für Europa über Jahrzehnte hinweg“ zu würdigen. Europa erlebe momentan eine „schwierige Zeit“, sagte Diamandouros in der Gesprächsrunde, an der neben Akademieleiter Professor Manfred Hübscher, unter anderem die Bürgermeister Volker Bäuerle (Bad Liebenzell) und Dr. Clemens Götz (Althengstett) sowie die Kuratoriumsmitglieder Peter Witte (Vorstandsvorsitzender) Hermann Weber (Schriftführer), Werner Rudolph (Schatzmeister) und für die CDU Thomas Baitinger teilnahmen. Einrichtungen wie das Internationale Forum Burg Liebenzell würden gebraucht, um das Zusammenwachsen Europas weiter zu fördern.

„Es ist wichtig zu wissen, dass wir Freunde sind“, betonte Diamandouros, dem Internationalen Forum komme dabei die Rolle des Multiplikators zu. Der jüngeren Generation werde zudem die Chance gegeben, sich auf internationaler Ebene in historischem Ambiente zu treffen. Außerdem werde ihr gezielt geholfen, sich im vereinten Europa zurechtzufinden. Dafür wolle er ausdrücklich den Dank des Europäischen Parlaments aussprechen.

Die internationale Ausrichtung der Bildungseinrichtung und die überparteiliche, politische Arbeit hatte zuvor Akademieleiter Professor Manfred Hübscher erläutert. „Man merkt es bei jeder Veranstaltung, wie wichtig es ist, dass junge Menschen Anteil am politischen Leben nehmen“, so Hübscher. Das Land Baden-Württemberg bringe sich seit Jahrzehnten finanziell in die Akademie ein, die nicht nur Schülern und Studenten aus aller Welt, sondern auch jungen Auszubildenden das Rüstzeug für politische Orientierung mit auf den Weg gebe. Gut besucht seien außerdem die eigenen Seminare der Burg, die vor allem in Osteuropa gut ankommen.

„Dennoch müssen wir ständig für unsere Existenz kämpfen“, bedauerte Hübscher, „denn politische Bildung hat bekanntlich keine Hochkonjunktur.“ Natürlich stünden bei den internationalen Begegnungen auf der Burg auch Fragen nach der Rolle des europäischen Bürgerbeauftragten auf der Tagesordnung. Aktuell informierten Hübscher und Studienleiterin Gertrud Gandenberger den hohen Gast aus Straßburg über ein deutsch-russisches Rundfunkprojekt. Zwei jungen Projektteilnehmerinnen stand der Ombudsmann dann noch für ein direktes Gespräch zur Verfügung.

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