22.04.2015

Brückenbau bis nach Bangladesh

Wirtschaftsgespräch mit Delegation aus Südasien / Landrat und Bürgermeister loben Staatssekretär Fuchtels Aktivitäten

Brückenbau bis nach Bangladesh Internationales Wirtschaftsgespräch mit Unternehmern aus Bangladesh in Baiersbronn mit (von links): die EZ-Scouts Mario Ledic und Till Ahnert (IHK Reutlingen), Direktor Miran Ali (Bitopi Group), Hauptgeschäftsführer Martin Keppler (IHK Nordschwarzwald), Parlamentsabgeordnete Shirin Akhter, Direktor Mohammed Jabbar (DBL Group), Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Bürgermeister Michael Ruf, Hotelier Ernst Klumpp, KAFA-Geschäftsführer Uwe Kallfaß und Firmengründer Karl Kallfaß.

Baiersbronn. Er war der erste Unternehmer in Bangladesh, der dem Bündnis für nachhaltige Textilien beitrat. Als Mohammed Jabbar auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel jetzt zu Wirtschaftsgesprächen nach Baden-Württemberg reiste, bezog der Direktor der DBL Group mit weiteren Unternehmern und der Parlamentsabgeordneten Shirin Akhter in Baiersbronn Quartier.

Landrat Klaus Michael Rückert, Bürgermeister Michael Ruf und Martin Keppler als Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald nutzten die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit dem Chef über 20.000 Beschäftigte. Der Delegation gehörte außerdem Miran Ali an, Direktor der Bitopi Group mit 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Baden-Württemberg besuchten die Gäste aus Südasien unter anderem das Traditionsunternehmen Trigema in Burladingen sowie das Digel-Logistikzentrum in Nagold.

Dem Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel waren die Unternehmer aus Bangladesh im Rahmen seiner politischen Verantwortung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für den asiatischen Kontinent in Dhaka begegnet. Fuchtel machte beim Empfang im Hotel Lamm Mitteltal deutlich, welche Persönlichkeiten die Gemeinde beherberge.

Mit Shirin Akhter weilte eine Parlamentsabgeordnete in Baiersbronn, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte von Frauen in Bangladesh einsetzt und dafür einen Teil ihres Lebens sogar in Gefängnissen verbracht hat. Ihr Traum sei, betonte die Politikerin, dass Bangladesh bald schon ein Land sei, in denen es den Menschen besser gehe.

„Wir fühlen uns bei ihnen im Schwarzwald wie Zuhause“, betonte Textilunternehmer Mohammed Jabbar. Dass die Menschen in der Region so innovativ seien, liege sicher an der schönen Landschaft und gesunden Luft. Fuchtel nannte er einen „Botschafter, der Gutes schaffen will‘“ und der in Bangladesh bereits bestens bekannt sei. Der Staatssekretär werde es schaffen, „etwas für die Menschen zu bewegen“.

„Hans-Joachim Fuchtel bringt immer wieder interessante Leute in unsere Region“, freute sich der Landrat über den hohen Besuch aus Südasien, „auf diese Weise baut er Brücken vom Nordschwarzwald in die weite Welt.“ Auch dieser Landkreis sei vor 150 Jahren noch von Armut geprägt gewesen, so Rückert. Er habe jedoch vom Erfindergeist im Land der Tüftler profitiert und zähle heute zu den Regionen mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in Deutschland. „Mittlerweile macht eine breite Aufstellung unsere Stärke aus“, so der Landrat.

Trotz seiner vielen Aufgaben in Berlin kümmere sich Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel intensiv um seinen Wahlkreis, sagte Bürgermeister Michael Ruf, und werte die „Gourmet-Hauptstadt“ Baiersbronn durch Besucherdelegationen auf. Die Wirtschaftsvertreter aus Bangladesh wurden von sogenannten EZ-Scouts der Industrie- und Handelskammer Reutlingen begleitet. Mit der Entsendung dieser fachkundigen Berater, die entwicklungspolitisches Know-how einbringen, hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seinen Service für die deutsche Wirtschaft verbessert. EZ-Scouts begleiten Unternehmen bei ihren Aktivitäten im Ausland.

Mit der dualen Berufsausbildung legte der IHK-Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald den Unternehmern aus Bangladesh einen „interessanten Exportartikel“ ans Herz. „Die Qualität unserer Produkte basiert auf diesem System, das auch von der IHK getragen wird“, sagte Martin Keppler. Viele Unternehmen im Nordschwarzwald unterhielten Geschäftsbeziehungen in alle Welt, weshalb die IHK solche Wirtschaftsgespräche unterstütze.

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