16.06.2015

Arzt kandidiert für den Vorsitz

Staatssekretär Fuchtel: Dr. Günther Limberg bereit, �Initiative Burnout� zu leiten / Vereinsgründung am Montag

Arzt kandidiert für den VorsitzDr. Günther Limberg (links) aus Calmbach ist bereit, für den Vorsitz der gemeinnützigen „Initiative Burnout“, die am Montag in Calw-Altburg gegründet wird, zu kandidieren. Darüber freut sich besonders der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (rechts), Initiator des Burnout-Cafés.

Calw / Freudenstadt. Am Montag, 22. Juni 2015, hebt der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die „Initiative Burnout“ aus der Taufe. Wie angekündigt ist es dem Bundestagsabgeordneten gelungen, die Vorbereitung für die Vereinsgründung erfolgreich abzuschließen. Dr. Günther Limberg aus Calmbach ist bereit, für den Vorsitz zu kandidieren.

„Prävention lag mir schon immer am Herzen“, verrät der Facharzt für Innere Medizin, der sich auf Diabetologie, Kardiologie und Gastroenterologie spezialisiert hat, dem Ideengeber der Initiative in einem persönlichen Gespräch. Wichtig sei, die Menschen, bei denen sich Burnout-Symptome zeigen, und ihre Angehörigen rechtzeitig zu begleiten. Für den Bundestagsabgeordneten ist die Besetzung des Vorstands von entscheidender Bedeutung. Neben Fachärzten und Therapeuten werden auch Unternehmer, Vertreter von Krankenkassen, Gewerkschaften und Unterstützer in dem Gremium vertreten sein. Damit zahlt sich die Hartnäckigkeit aus, mit der Fuchtel das Ziel, eine gemeinnützige Initiative zu gründen, verfolgt hat.

Das Burnout-Café, so Fuchtel, werde Akzente im Nordschwarzwald setzen, um deutlicher als bisher auf ein Krankheitsbild aufmerksam zu machen, das in der Gesellschaft immer mehr um sich greife. An ihn sei das Thema im Bundestagswahlkampf 2013 wiederholt nicht nur von Betroffenen herangetragen worden. Deshalb habe er die Initiative zur Gründung eines Burnout-Cafés ergriffen, das auch von der AOK im Nordschwarzwald und Sponsoren getragen wird. Denn der Schaden, der von diesem Krankheitsbild für Gesellschaft und Wirtschaft ausgehe, sei enorm. So komme es laut Schätzungen jährlich zu 6,5 Millionen Fehltage am Arbeitsplatz durch Depression. Dem müsse entschieden entgegengewirkt werden – auch im Sinne der Betroffenen.  

Um ihnen und den Angehörigen einen Erfahrungsaustausch, Rat und Hilfe sowie persönliche Begegnungen zu ermöglichen, sei das neue Burnout-Café im Neubau des Würzbacher Bauerntheaters eine ideale Anlaufstelle, die mit Hilfe der öffentlichen Hand, der Wirtschaft und der Krankenkassen weiter ausgebaut werde.

Limberg möchte sich unter anderem für die Suche von Leuchttürmen in der Wirtschaft, die das Thema Burnout offensiv angehen, stark machen. Das Burnout-Café müsse Impulse, auch in den Schulen geben, um Betroffenen wieder mehr Lebensqualität zu geben. Dazu könne zudem der Umweg über das häusliche Umfeld einen Beitrag leisten.

Wer sich für das Projekt interessiert, ist zur Teilnahme eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in den neuen Räumen des Würzbacher Bauerntheaters im Gewerbegebiet von Calw-Altburg (Im Interkom 2).

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