25.06.2015

Mit den Niederlanden null Probleme

Botschafterin Monique van Daalen freut sich über dickes Lob für Landsleute / Mit Staatssekretär Fuchtel bei Schweizer Reisen

Mit den Niederlanden null Probleme Reisen als Thema bei der Firma Schweizer in Waldachtal (von links): Bürgermeisterin Annick Grassi, die niederländische Botschafterin Monique van Daalen, Franz Schweizer, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Wolfgang Schweizer, Iris Follak und Peter Vermeij, Generalkonsul des Königreichs der Niederlande in München.

Waldachtal. Monique van Daalen war entzückt: „Ich hatte mich schon den ganzen Tag gefragt, ob ich heute wohl eine Schwarzwälder Kirschtorte ergattern kann, und jetzt steht sie vor mir!“ Die ranghöchste Repräsentantin des Königreichs der Niederlande in Berlin hatte freilich noch einen weiteren Grund zur Freude, als sie mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bei Schweizer Reisen in Waldachtal Station machte.

Deren Geschäftsführer Franz und Wolfgang Schweizer gaben sich nämlich voll des Lobes für ihre Partner auf niederländischer Seite. „Wir hätten heute über jedes andere Land heiß diskutieren können“, gab Franz Schweizer zu, „aber mit den Niederlanden haben wir bei allen unseren Aktivitäten null Probleme!“ Das fange bei der Reiseplanung an, setze sich mit der Abfertigung fort und umfasse auch den Kontakt mit allen Behörden vor Ort.

Insofern herrschte eine fast schon familiäre Atmosphäre, als Ihre Exzellenz auf ihrer Rundreise durch den Nordschwarzwald den Konferenzraum des Unternehmens betrat. Hier traf sie gemeinsam mit dem niederländischen Generalkonsul Peter Vermeij aus München und Daniel Sonneveldt vom niederländischen Business Support Office in Stuttgart auch auf Mitglieder des Verbandes Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO), die die positiven Erfahrungen ihres Vorstandsmitglieds gerne bestätigten. Dabei nehmen Reisen ins Ausland mit 64 Prozent einen hohen Stellenwert innerhalb des Verbandes ein, betonte WBO-Referentin Kathrin D’Aria, wobei die Niederlande ganz oben auf der Liste stehen.

Dass in Baden-Württemberg die 663 privaten Busbetriebe derzeit über 7.525 Beschäftigte im öffentlichen Personennahverkehr und Reiseverkehr zählen, ist auch für den Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel ein Zeichen dafür, dass die Branche eine wichtige Schlüsselfunktion einnimmt. „Ich habe bislang vor allem für den Erhalt der kleinen Busunternehmen in meinem Wahlkreis gekämpft“, bekennt der Politiker offen, „denn würde es die kleinen nicht mehr geben, hätten wir auch keinen gesunden Wettbewerb mehr.“ Außerdem verdeutlichten die Zahlen, dass Unternehmen wie Schweizer einige Arbeitsplätze für die Region geschaffen hätten.

Schon der Großvater habe erkannt, erklärte Franz Schweizer dem hohen Gast aus Berlin, dass man Urlaubsgäste aus dem Ruhrgebiet mit dem Bus in den Schwarzwald holen kann. Heute beschäftigt die Firma 100 Mitarbeiter, darunter 45 Busfahrer, die mit ihren 40 Fahrzeugen bis zu 200 Reiseziele ansteuern. Außerdem ist Schweizer im Linien- und Berufsverkehr engagiert und bedient die Freizeitlinien. Derzeit werde darüber diskutiert, ob die Gästekarte „KONUS“, von der die Urlauber im Schwarzwald profitieren, auch auf das Elsass ausgedehnt werden kann. Fast schon ein Steckenpferd ist für Franz Schweizers die Beförderung großer Orchester auf ihren Tourneen durchs Land.

Sein Bruder Wolfgang Schweizer bejahte die Frage, ob Reisebüros im Zeitalter zunehmender Digitalisierung überhaupt noch eine Chance haben. „Im letzten Jahr konnten wir erstmals wieder ein Wachstum verzeichnen“, betonte der Geschäftsführer, „wir sind davon überzeugt, dass uns das auch künftig mit guten Mitarbeitern gelingen wird, die unseren Kunden eine Fülle an Mehrwerten bis zur persönlichen Beratung bieten.“ Bis zu 7000 Reisebuchungen pro Jahr nehmen die Reisebüros der Firma Schweizer entgegen.

Die Botschafterin ihrerseits entdeckte auf Anhieb Parallelen zwischen Schwaben und Niederländern. Schließlich seien ihre Landsleute bekanntlich ebenso reisefreudig. „Der Tourismus ist für uns ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagte Monique van Daalen.

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