29.07.2015

Praktika für Asylbewerber leichter möglich

Fuchtels Wunsch an Landkreise, IHK und Innungen: Von neuer Verordnung des Bundesministeriums regen Gebrauch machen

Calw / Freudenstadt / Berlin. Das Bundeskabinett hat sich am heutigen Mittwoch mit einer Verordnung befasst, wonach Asylbewerber und Geduldete künftig diverse Formen von Praktika unter vereinfachten Voraussetzungen machen können. Dies teilt der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel aktuell aus Berlin mit. Er wünsche sich, so der hiesige CDU-Abgeordnete an die Kreisverwaltungen, die Bundesagentur für Arbeit in Nagold, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald sowie die Handwerksinnungen, dass davon reger Gebrauch gemacht wird.

Insbesondere Orientierungspraktika seien hier auf dem Land von Interesse. Mit der Verordnung aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird jungen Asylbewerbern und Geduldeten der Zugang zu Praktika erleichtert. Ziel sei, diese Personen bei der beruflichen Orientierung und der späteren Aufnahme einer Ausbildung zu unterstützen.

Das Neue am Beschluss ist nach Mitteilung des CDU-Politikers, dass für mindestlohnfreie Praktika keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit mehr erforderlich sei. Im Einzelnen gilt die Erleichterung für Pflicht-, Orientierungs- Ausbildungs- oder studienbegleitende Praktika mit einer Dauer von bis zu drei Monaten sowie die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung.

„Damit sind erste Schritte für eine Integration in den Arbeitsmarkt möglich“, sagt Hans-Joachim Fuchtel. Man dürfe auch die Wirkungen für die gesellschaftliche Teilhabe von Flüchtlingen nicht unterschätzen. Die Neuregelung leiste hierzu einen wichtigen Beitrag.

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