03.09.2015

Seit 40 Jahren in Bangladesh aktiv

Fuchtel dankt Liebenzeller Mission für wertvolle Arbeit / Zeichen für Schutz bedrohter Minderheiten setzen / Christliche Werte in die Welt tragen

 

fumissionArbeitsgespräch bei der Liebenzeller Mission (von links): Professor Dr. Volker Gäckle, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Verwaltungsdirektor Hans-Gerd Gengenbach, Missionsdirektor Martin Auch und Pfarrer Detlef Kraus, Direktor der Liebenzeller Mission.

 

Bad Liebenzell. Die Führungskräfte der Liebenzeller Mission ließen sich aus erster Hand über das Textilbündnis informieren, das durch den Beitritt der Unternehmen auf asiatischer wie deutscher Seite bereits erste Früchte trägt. Dazu und zum Austausch über weitere aktuelle Themen luden sie den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Hans-Joachim Fuchtel, ins Monbachtal ein.

Die Initiative geht auf den Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh vor über zwei Jahren zurück. Das Textilbündnis soll helfen, die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter weltweit zu verbessern. Daraus ist mittlerweile auch eine neue App für Smartphones entstanden, mit der sich Lieferketten zurückverfolgen lassen. Der Verbraucher hierzulande hat auf diese Weise die Möglichkeit, Daten über die Nachhaltigkeit der Produkte einzuholen, um an Hand derer seine Kaufentscheidung zu fällen.

Das freie Werk innerhalb der Evangelischen Kirche ist nach den Worten des Direktors Pfarrer Detlef Krause und des Missionsdirektors Martin Auch schon seit 40 Jahren in Bangladesch aktiv, kümmert sich dort um die Gesundheitsversorgung der Ärmsten und bringt sich in die schulische Bildungsarbeit ein. Finanziell und ideell werden zwei Kinderdörfer von der Liebenzeller Mission unterstützt. "Unser Mitarbeiter bringen sich außerdem in die Arbeit mit traumatisierten Kindern ein", erklärte Auch dem Vertreter der Bundesregierung, "das reicht bis zur Familientherapie."

Der Bundestagsabgeordnete begrüßte den Mut der christlichen Gemeinschaft, sich mehr nach außen zu öffnen. Denn es sei wichtiger denn je, christliche Werte in den Mittelpunkt zu stellen, um für Veränderungen im Umgang miteinander zu sorgen. Hans-Joachim Fuchtel möchte sich dafür einsetzen, dass der Botschafter Bangladeschs in Berlin beim geplanten Besuch im Wahlkreis Calw/Freudenstadt auch der Liebenzeller Mission einen Besuch abstattet.

"Die Menschen sollen wissen, was wir aus christlicher Nächstenliebe alles bewegen", betonte Martin Auch. Mit der Jugendarbeit in aller Welt setze man bewusst Zeichen für den Schutz von bedrohten Minderheiten. "Bei dieser Arbeit begleiten uns im Rahmen eines Auslandsjahres weltweit über 100 junge Leute", erinnerte Pfarrer Detlef Krause an das Engagement der nachfolgenden Generation.

Fuchtel dankte den 300 Missionaren in aller Welt für ihre wertvolle Arbeit. Sie würden allein durch ihre Aktivitäten weltweit für den christlichen Gedanken und die Nächstenliebe werben. Sein Vorschlag, Missionsmitarbeiter zu Praktika in seinem Berliner Abgeordnetenbüro einzuladen, nannte Krause ein "super Angebot", das der Liebenzeller Mission völlig neue Möglichkeiten eröffne.[Druckversion]