04.09.2015

Gunst der Stunde genutzt

Manfred Hauser überreichte Staatssekretär Norbert Barthle aktuelle Verkehrsanalyse / Freier Wähler lobt Abgeordnete

 

fulossburgManfred Hauser, erster stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Loßburg, nutzte beim Mittagessen im Freudenstädter „Adler“ die Gunst der Stunde, dem Parlamentarischen Staatssekretär Norbert Barthle (links) die Planunterlagen für eine Umgehung von Lossburg zu überreichen. Landrat Dr. Klaus Michael Rückert (Dritter von links) hatte sich ebenfalls für eine Umgehungsstraße stark gemacht. Rechts im Bild: CDU-Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel, der Barthle in seinen Wahlkreis eingeladen hatte.

 

Loßburg. Manfred Hauser nutzte die Gunst der Stunde: Als er Norbert Barthle, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, gegenüberstand, drückte der erste stellvertretende Bürgermeister von Loßburg diesem alle Argumente in die Hand, die für eine Umgehungsstraße seiner Heimatgemeinde sprechen. Neben der Machbarkeitsstudie hatte Hauser auch gleich die aktuelle Verkehrsanalyse 2015 mitgebracht, die aufzeigt, wie wichtig eine Umfahrung für den Tourismusort ist.

Dem Vertreter des Gemeinderats Loßburg war das durch eine Initiative des hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel möglich geworden. Der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte seinen Kabinettskollegen aus Schwäbisch Gmünd in den Nordschwarzwald eingeladen, damit dieser sich mit eigenen Augen ein Bild von den anstehenden Verkehrsprojekten in seinem Wahlkreis machen konnte. Hauser, der den Freien Wählern angehört, nutzte die Einladung zum Mittagessen im Freudenstädter Adler, einige persönliche Worte mit Norbert Barthle zu wechseln. Dabei überreichte er ihm auch die aktuellen Unterlagen.

Barthle zeigte Verständnis für den Wunsch der Loßburger nach mehr Ruhe im Ort. Zuvor hatte der Staatssekretär bereits im Technischen Rathaus in Freudenstadt darauf hingewiesen, dass die Ost-Umfahrung Loßburgs im vordringlichen Bedarfsplan ausgewiesen sei. Auch Landrat Dr. Klaus Michael Rückert machte sich bei der Gelegenheit für die Umgehungsstraße von Loßburg stark. Denn immerhin sei die Kommune auch Standort für einen der größten Arbeitgeber im Landkreis.

Der Schwellenwert für Umgehungsstraßen liege bei 1000 Lastkraftwagen pro Tag, so Hauser. Laut Studie werde dieser Wert für Loßburg bei weitem überschritten. Denn von den bis zu 16.000 Kraftfahrzeugen täglich würde der Schwerlastverkehr in der Ortsdurchfahrt einen Anteil von sieben Prozent ausmachen. Das entspreche rund 1400 Lastwagen täglich. Laut Untersuchungen könnte die Verkehrsbelastung in Loßburg durch eine Umgehungsstraße um bis zu 70 Prozent sinken.   

Im Gespräch mit Manfred Hauser war Barthle sehr angetan von den Vorleisten der Gemeinde, die mit 165.000 Euro zu Buche schlagen. Damit wurden auch die genannten Studien finanziert, „denn wir wollten nicht länger warten“, sagte Manfred Hauser.

Der Gemeinderat ist mit dem Bundesverkehrsministerium einig, dass eine Tunnellösung für Loßburg aus Kostengründen nicht in Frage kommt. „Das ist für uns kein Thema mehr“, so Hauser. Seit dem Jahr 2000 beschäftigen sich die Kommunalpolitiker mit möglichen Umfahrungsvarianten in Gemeinderatssitzungen und Klausurtagungen. Auch die beiden CDU-Abgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (Bund) und Norbert Beck (Land) hätten das Loßburger Anliegen bislang bereits intensiv unterstützt und dazu beigetragen, das Projekt weiter voranzubringen.

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