29.09.2015

Nach dem USA-Jahr wird studiert

Zur Welcome-Party für Lukas Hornberger kommen sogar Staatssekretär und Bürgermeister

 

fuwelcomeJugendbotschafter Lukas Hornberger wurde nach seiner Rückkehr aus den USA in Schopfloch unter anderem vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Bürgermeister Klaas Klaassen willkommen geheißen.

 

Schopfloch. Ein Jahr war Lukas Hornberger jenseits des großen Teichs. Jetzt haben ihn Familie, Freunde und Nachbarn mit einer Comeback-Party in Schopfloch überrascht. „Besonders gefreut hat mich, dass auch der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel zu einer kurzen Stipvisite vorbeikam“, sagt der junge Austauschschüler.

Der Bundestagsabgeordnete hatte durch seine Fürsprache dem 22-jährigen zu einem Stipendium im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) verholfen. Das war vor über 12 Monaten. Lukas Hornberger sei ein würdiger Jugendbotschafter des Deutschen Bundestages in den USA gewesen, lobte Hans-Joachim Fuchtel nun dessen Engagement fern der Heimat. Bürgermeister Klaas Klaassen war stolz darauf, dass ein junger Bürger seiner Gemeinde die Deutschen in Amerika repräsentieren durfte.

Ohne das Patenschafts-Programm hätte er nie die Chance gehabt, so viel in einem Jahr zu erleben, blickt der junge Schopflocher selber dankbar zurück. Vom Bundesstaat Washington aus konnte er sogar verschiedene Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen, unter anderem nach Oregon und Kanada.

Zurück in der Heimat werde er nun Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik in Stuttgart studieren. Dafür bringt er mit einer Ausbildung zum Bauzeichner in Horb und seinem USA-Aufenthalt ideale Voraussetzungen mit. Denn in Tacoma hat Lukas Hornberger nicht nur die Schulbank gedrückt, sondern ein halbes Jahr als Praktikant in einem Bauingenieurbüro gearbeitet.

Pläne, die er in Deutschland gezeichnet hatte und die gute Beurteilung durch seinen Colleg-Lehrer verhalfen ihm zu der Stelle. „Zum Schluss wollten die mich gar nicht mehr gehen lassen“, sagt der junge Mann, „weil dort händeringend nach Fachkräften gesucht wird.“

Da jedoch alles einmal ein Ende hat und der Studienbeginn in Deutschland näher rückte, musste sich der 22-jährige schließlich von den Arbeitskollegen und seiner Gastmutter verabschieden. Bevor er sich ins Flugzeug Richtung Frankfurt setzte, wo die Eltern auf ihn warteten, nutzte Lukas Hornberger jedoch noch die Chance, gemeinsam mit drei weiteren Austauschschülern für ein paar Wochen quer durch die USA zu tingeln.

Sein persönliches Fazit: „Ich habe wahnsinnig viel dazu gelernt.“ Nur mit der Sprachumstellung hapert es noch ein ganz kleines bisschen, denn „manchmal fehlen mir einfach die deutschen Wörter.“ Eine entsprechende Herausforderung war denn auch die schriftliche Bewerbung um einen Studienplatz. Doch letztendlich war er damit erfolgreich.

Und obwohl er glaubte, der Jetlag werde ihn nach seiner Landung auf deutschem Boden rasch einholen, irrte sich Lukas Hornberger gewaltig: „Zu meiner Überraschung habe ich bis zum Morgen durchgehalten.“

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