26.10.2015

Projektmanagement nimmt Arbeit auf

Fuchtel: 2016 deutliche Fortschritte möglich / Stationäres Hospiz für Landkreise Calw und Freudenstadt

Freudenstadt / Calw. „Für die Einrichtung eines stationären Hospiz für die Region Nordschwarzwald und das Gäu sind 2016 deutliche Fortschritte möglich“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel anlässlich der Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Fragen der Pflegeversicherung in Freudenstadt.

Um sich selbst einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der St. Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee zu machen, habe er deren Hospiz-Einrichtung in Biberach besucht und dabei „einen denkbar guten Eindruck“ erhalten. Wie ihm die Stiftung nun mitgeteilt habe, sei zwischenzeitlich eine Projektkoordinatorin ernannt worden.

Fuchtel sagte bei dem Treffen der Konrad-Adenauer-Stiftung: „Der weiße Fleck auf der Landkarte in Fragen eines Hospiz in unseren Landkreisen muss endlich beseitigt werden.“ Der Politiker bedankte sich bei allen, die sich bislang für ein solches Projekt eingesetzt haben, so auch bei Simone Großmann aus Nagold als Schirmherrin für die Hospizbewegung in Nagold. Außerdem dankte er bei der Veranstaltung dem anwesenden Schirmherrn für den Landkreis Freudenstadt, Norbert Beck, sowie den beiden anwesenden Akteuren Anja Broß, Vorsitzende des Hospizvereins Landkreis Freudenstadt, und Reinhardt Schmid, Geschäftsführer der Diakoniestation Freudenstadt, zugleich Koordinator bei der ambulanten Hospizgruppe im Kreis Freudenstadt. Letztere bestätigten den Stand der Bemühungen.

In Biberach habe Matthias Ruf, Geschäftsführer der Stiftung, persönlich an dem Besuchstermin teilgenommen, was die ernsthafte Bereitschaft, zunächst einmal im Nordschwarzwal zu agieren, unterstrichen habe. Die neue Referentin für das Projektmanagement habe zwischenzeitlich weitere Aktivitäten unternommen. So sei es bereits zu einem ersten Treffen mit den Akteuren im Nordschwarzwald gekommen. Dies stimme ihn hoffnungsvoll. Die nächsten Meilensteine seien sicherlich, eine Immobilie oder ein Grundstück zu finden und Einkünfte zur Finanzierung des Abmangels zu erzielen, betonte Fuchtel. Durch Einbeziehung der potenziellen Geldgeber strebe man eine nachhaltige Finanzierungsstrategie an und wolle Fördermöglichkeiten für die Investition, den Bau und die Ausstattung abklären. „Je schneller das gelingt, umso realistischer wird auch die konkrete Umsetzung“, so Fuchtel. Der Einsatz namhafter Persönlichkeiten vor Ort zeige, wie ernst man es mit den Realisierungsabsichten nehme. Er freue sich, dass man auf einem guten Weg sei, den künftigen Standort übereinstimmend zu definieren.

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