27.11.2015

Nah dran am politischen Geschehen

Julius Kraft hat das Praktikum in Fuchtels Abgeordnetenbüro viel gegeben / Gechinger schnuppert Hauptstadtluft

Nah dran am politischen GeschehenJulius Kraft, Student der Wirtschaftswissenschaften aus Gechingen, mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (rechts) im Berliner Paul-Löbe-Haus.

Gechingen. Seit einem Jahr studiert Julius Kraft an der Universität Hohenheim Wirtschaftswissenschaften. Doch sein Praktikum führte den 19-jährigen nicht etwa in ein Unternehmen, sondern geradewegs in das Berliner Abgeordnetenbüro des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel.

Das war sein großer Wunsch. Umso erstaunter war der junge Mann aus Gechingen, der sein Abitur in Stammheim absolvierte, dass ihm dieser auf Anhieb auch tatsächlich erfüllt wurde. Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Calw/Freudenstadt, in dem Julius Kraft aufgewachsen ist, hatte den Lebenslauf des Studenten genau studiert und dabei festgestellt, dass er sich auch sozial engagiert.

Denn er ist bei den christlichen Pfadfindern und in der Evangelischen Kirchengemeinde seines Heimatortes aktiv. Das war unter anderem der Grund dafür, dass sich Hans-Joachim Fuchtel für ihn entschied.

„Die Kollegen im Abgeordnetenbüro waren klasse, immer zu einem Späßchen aufgelegt, und mir hat das Praktikum durch die Nähe zur Politik unheimlich viel gegeben“, ist Julius Kraft ein paar Wochen später um einige Erfahrungen reicher. Gewohnt hat er in einer Berliner Wohngemeinschaft. „Das kann ich nur empfehlen, denn dort hatte ich gleich Anschluss“, sagt er.

Da seine Praktikumszeit in die Zeit der Sitzungswochen fiel, war sie umso spannender. „Ich habe fast jeden aus dem Plenum und von der Regierungsbank live gesehen“, erzählt der junge Mann. Außerdem ist er viel im Regierungsviertel unterwegs gewesen, durfte sogar ins Kanzleramt und den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bei Terminen begleiten.

Besonders interessant war in seinen Augen die Diskussion mit einem Bundestagsabgeordneten. Wolfgang Bosbach stellte sich den Fragen der Praktikanten im Paul-Löbe-Haus, berichtete von der aktuellen Flüchtlingssituation und schilderte unverblümt auch seine Sicht der Dinge. „Das fand ich sehr authentisch“, sagt Julius Kraft, „und auch sehr ehrlich.“

Zum Schluss schnupperte der Gechinger noch eine Woche Großstadtluft und genoss das Berliner Flair, in dem er einige historische Stätten der einst geteilten Hauptstadt, manche Sehenswürdigkeit besuchte und sich auf das Treiben der Metropole einließ.

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