04.02.2016

Mit der Gäubahn geht's voran

Schienenverkehr: Abstimmungsrunde der CDU-Abgeordneten mit Interessenverband

fugaeubahnAbstimmungsrunde im Horber Rathaus mit dem Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn (von links): Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Landtagsabgeordneter Norbert Beck, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Rainer Kaufmann.

Horb. Wenn es um die Zukunft der Gäubahn geht, ist nach Ansicht des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel Geschlossenheit gefragt. Anlass für die aktuelle Abstimmungsrunde mit Rainer Kaufmann vom Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn im Horber Rathaus war die Nachricht, wonach Bewegung in die Verhandlungen über die Zukunft dieser für die Region wichtigen Verkehrsader gekommen ist.

Deshalb waren auch der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Beck und der Horber Oberbürgermeister Peter Rosenberger bei dem Gespräch zugegen. "Wichtig ist, dass wir auch im Nordschwarzwald Flagge zeigen", betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Es müsse strikt drauf geachtet werden, dass das Gesamtkonzept der Gäubahn Richtung Stuttgart von Anbindungen getragen werde, "die von Vorteil für uns sind."

Dazu gehöre nicht nur, die Standortverbesserung für die produzierende Wirtschaft angesichts der umsteigefreien Verbindung zum Stuttgarter Flughafen zu sehen, sondern bei einer künftigen 26-minütigen Bahnfahrt nach Horb auch die Vorteile für den Tourismus in den Vordergrund zu rücken. "Das sollten wir pointiert vortragen", so Fuchtel, denn als vor Jahren die durchgängige Querverbindung von Karlsruhe nach Herrenberg geschaffen worden sei, habe man auch sehr rasch die Vorteile für die gesamte Region gesehen.

"Der Interessenverband hat ein waches Auge auf die Fragestellungen rund um die Gäubahn und gíbt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung", lobte Fuchtel dessen Arbeit. Bestens verzahnt in Verkehrsfragen sei auch der Spitzenkandidat der CDU für das Amt des Ministerpräsidenten, Guido Wolf, der sich heute schon mit großer Nachhaltigkeit für das Projekt einer direkten Anbindung an den Flughafen einsetze. Er persönlich pflege einen sehr direkten Kontakt zu Norbert Barthle, dem zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, bezüglich aller Strukturfragen des Nordschwarzwaldes.  

Der Landkreis mache seine Aufgaben, freute sich der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Beck über die breite Unterstützung aus Berlin und den bisherigen Verhandlungsverlauf. "Es ist absolut richtig, dass wir uns jetzt auch für den ÖPNV auf der Schiene stark machen". Als eine der wichtigsten "Lebensadern der Region" umschrieb OB Rosenberger die Gäubahn. "Weil wir ein Schmelztiegel der Großstadt sind", trage auch die Horber Bevölkerung mit großer Mehrheit die S21-Pläne in Stuttgart. Durch die Direktanbindung an Flughafen und Messe werde Horb seine ländliche Lage natürlich nicht verlieren, aber künftig "mittendrin" im Geschehen sein. "Dass sich der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel persönlich und sehr engagiert dem Thema widmet, wissen wir sehr zu schätzen", so Rosenberger.

Der Interessenverband verstehe sich als Sprachrohr aller Anlieger von Stuttgart bis an den Bodensee, erläuterte Rainer Kaufmann. "Deshalb versuchen wir, die Kräfte zu bündeln und wo nötig Kompromisse zu finden. Um vor Ort Gehör zu finden, brauchen wir unbedingt die politischen Kräfte", freute sich Kaufmann über das Interesse der CDIU-Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene. Aktuell verbesserungsfähig sei auf jeden Fall die Anschlusssituation auf der Bahnstrecke, die aus der Verschmelzung von Fern- und Nahverkehr resultiere. Nichts hält der Vertreter des Interessenverbandes allerdings von Schnellschüssen: "Wir wollen uns erst ein detailliertes Bild machen", so Kaufmann. Für den Abschnitt "Horb - Neckarhausen" warte man derzeit auf ein Signal aus dem Bundesverkehrsministerium, das die Finanzierungsvereinbarung steht, damit die beteiligten Kommunen möglichst bald ihre vorfinanzierten Planungskosten zurückerstattet bekommen.

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