04.03.2016

Bundesminister im Privathaus

Runder Tisch zur Entwicklungszusammenarbeit: Dr. Gerd Müller trifft sich mit Akteuren des Pilotprojekts in Eutingen

fuministerMinisterieller Besuch in Eutingen (von links): der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Hans-Peter und Sybille Teufel, Bürgermeister Armin Jöchle, Bundesminister Dr. Gerd Müller und CDU-Landtagsabgeordneter Norbert Beck.

Eutingen. Dr. Gerd Müller zeigte sich beeindruckt: „Das ist großartig und genau das, was wir uns vorstellen“, sagte der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, als er sich mit Akteuren des Pilotprojekts „Runder Tisch Nordschwarzwald zur Entwicklungszusammenarbeit“ in Eutingen traf.

„Ich will dort sein, wo Gutes für die Entwicklungszusammenarbeit läuft“, sagte der prominente CSU-Politiker im Haus von Hans-Peter Teufel. Diese Chance zum direkten Gedankenaustausch mit denen, „die unsere Arbeit umsetzen“, habe er so nicht alle Tage. Deshalb sei er nicht nur den Menschen dankbar, die sich im Nordschwarzwald für Entwicklungszusammenarbeit und Flüchtlingshilfe engagierten, sondern auch seinem Freund Hans-Joachim Fuchtel, dem Parlamentarischen Staatssekretär an seiner Seite, der diese Begegnung möglich gemacht habe.

„Sie sind die Botschafter vor Ort, geben Werte in alle Welt weiter und helfen uneigennützig“, lobte der Parlamentarier die Berichterstatter aus den Arbeitskreisen, die mit ihm am Tisch saßen. Sie würden auch dazu beitragen, dass „ein Minister und sein Staatssekretär aus der Praxis lernen können“. Zuvor war er in der Gäu-Gemeinde vom CDU-Landtagsabgeordneten Norbert Beck, Bürgermeister Armin Jöchle und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Joachim Gölz willkommen geheißen worden. 

„Wir müssen die Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit stärker miteinander verknüpfen, um alle wichtigen Informationen austauschen zu können“, erklärte der Bundestagsabgeordnete und Initiator Hans-Joachim Fuchtel das Prinzip des Runden Tisches. Davon würden alle partizipieren, die sich einbringen. Es gebe so viele Themen, bei denen man voneinander lernen könne, sei es zum Beispiel bei der Logistik oder der Bezuschussung. In Hans-Peter Teufel habe er einen idealen Ansprechpartner gefunden, der sich als Praktiker sehr innovativ der Organisation des Pilotprojekts widme. Der Runde Tisch leiste auch einen Beitrag dazu, die Themenpalette stärker in die Zivilgesellschaft zu tragen.

Bundesminister Gerd Müller betonte, dass die arabische Welt ebenfalls in den Fokus der Entwicklungszusammenarbeit gerückt werden müsse, was allein schon die Flüchtlingssituation vor Augen führe. Letztendlich werde das Know-how der hiesigen Kommunalverwaltungen dringend gebraucht, zum Beispiel bei der Einrichtung von Krankenhäusern und Schulen oder bei der Abfallbeseitigung. Wirtschaft, Handwerk und vor allem die Jugend müssten stärker in die Projekte eingebunden werden.

Wer sich für die Entwicklungszusammenarbeit engagiere, erlebe eine Win-win-Situation. Der Minister wörtlich: „Wir bekommen ja auch was zurück!“

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