30.03.2016

Start in neue Calwer Epoche

Fuchtel und Blenke zum Bundesverkehrswegeplan: Bund hat sein Ei gelegt / Jetzt kommt es auf alle Beteiligten an

Start in neue Calwer Epoche Die Pläne für die Calwer Tunnellösung präsentieren stolz (von links): Landtagsabgeordneter Thomas Blenke, Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel, Oberbürgermeister Ralf Eggert und Jürgen Großmann, CDU-Fraktionsvorsitzender im Calwer Kreistag.

Calw. Freude im Landkreis über die Aufnahme des Calwer Tunnels in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans: Als sich der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel und der Landtagsabgeordnete Thomas Blenke mit den örtlichen Akteuren trafen, um im Einzelnen den nun erreichten Sachstand zu erörtern, gestand der CDU-Bundestagsabgeordnete freimütig: „So gerne bin ich in meiner gesamten Amtszeit noch nie nach Calw gekommen!“

Nach jahrzehntelanger Arbeit schlage man nun ein ganz wichtiges Kapitel für die Ortsumfahrung auf, betonte der Parlamentarische Staatssekretär. Das Tunnel-Projekt habe zwischenzeitlich „keine ernsthaften Konkurrenten“, weil für dieses zentrale Straßenbauvorhaben bereits ausgereifte Pläne vorlägen. Man müsse es jetzt aber ganz gezielt unterstützen. „Als Abgeordnete können wir festhalten: Der Bund hat sein Ei gelegt“, sagte Fuchtel auch mit Blick auf seinen CDU-Kollegen Thomas Blenke, der sich auf Landesebene für das Projekt stark gemacht habe.

Die beiden Politiker trafen sich in Calw unverzüglich nach Bekanntwerden der frohen Kunde aus dem Bundesverkehrsministerium mit dem Calwer Oberbürgermeister Ralf Eggert, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Jürgen Großmann, und Landrat Helmut Riegger vor Ort, um das weitere Prozedere für die Realisierung dieses wichtigen Straßenbauprojekts abzustimmen.

Die Favorisierung des Calwer Tunnels sei auch das Ergebnis einer investitionsfreudigen Bundesregierung, sagte Fuchtel, die „wesentlich mehr Mittel für Verkehrsprojekte in den Haushalt der nächsten Jahre einstellen“ wolle. 265 Millionen Euro würden bis 2030 für den Straßenbau, den Schienenverkehr und in die Schifffahrt investiert. „Nun dürfen wir etwas realisieren, was die Bürger direkt spüren werden.“ Der Stadt werde der Tunnel enorme Gestaltungsspielräume geben, für einen guten Verkehrsfluss sorgen und mehr Ruhe ins Zentrum bringen. „Damit wird sich eine völlig neue Welt in Calw auftun“, ist der Parlamentarier überzeugt.

Der Calwer Tunnel sei durch die Möglichkeit zur Vorfinanzierung von Planungskosten so weit vorangekommen. Das sei vor Jahren an gleicher Stelle am künftigen Tunnelmund mit dem damaligen Verkehrsminister Heribert Rech verhandelt worden, rief Hans-Joachim Fuchtel in Erinnerung. „Dank guter Vorarbeit wird das Planfeststellungsverfahren für den Calwer Tunnel eines der schnellsten in der Geschichte des Landes sein“, fügte Blenke hinzu.

„Der Tunnel ist nun aufgeschlossen“, resümierte auch Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion gratulierte gleichzeitig seinem Calwer Amtskollegen. Das sei für das „Zugpferd Calw“ in der Region besonders wichtig. Die Hermann-Hesse-Stadt werde durch die Ortsumfahrung auf jeden Fall gewinnen. Die Lorbeeren dafür dürften die beiden CDU-Abgeordneten ernten. Großmann: „Dieses Jahrhundertprojekt ist ein Glücksfall für den Landkreis!“

„Ohne die Abgeordneten Fuchtel und Blenke hätten wir das nicht geschafft“, bestätigte auch Oberbürgermeister Ralf Eggert, der betonte, wie wichtig gut funktionierende Verkehrsadern für die Entwicklung von Regionen und ihrer Kommunen sei. Calw habe nun endlich die Chance, lebens- und auch liebenswerter zu werden. Er habe die Unterlagen der Vorplanung dem CDU-Bundestagsabgeordneten vor einem Jahr übergeben und ihn als Wahlkreisabgeordneten darum gebeten, die Sache in die Hand zu nehmen. Dann habe es in Berlin ein Gespräch gegeben und jetzt sei ein so erfreuliches Ergebnis übermittelt worden. „Das zeigt das ungeheure Engagement der CDU-Abgeordneten für unsere Stadt Calw!“, erklärte OB Eggert abschließend.

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