06.04.2016

Börlind in Entwicklungsländern aktiv

Naturkosmetik: Dank aus der Bundesregierung / Erfahrungsaustausch mit GIZ / Fuchtel: Mitmacher gesucht

Börlind in Entwicklungsländern aktiv  Nachhaltigkeit als gemeinsames Ziel: Bei Börlind setzten sich (von links) der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Geschäftsführer Michael Lindner, Martin Hansen und Birte Jaster von der GIZ sowie Guylaine Le Loarer an einen Tisch.

Calw-Altburg. Naturkosmetik und Nachhaltigkeit gehören in den Augen von Michael Lindner ganz eng zusammen. „Börlind denkt nicht nur an morgen, wir wollen auch an die Menschen von heute denken, denen es nicht so gut geht“, sagt der Calwer Unternehmer. Mit ihm sitzen an diesem Mittag der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel sowie Martin Hansen und Birte Jaster von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aus Eschborn am Tisch. Fuchtel: "Wir suchen Mitmacher – Börlind zeigt, dass es geht!" 

Das Unternehmen ist bislang an Nachhaltigkeitsprojekten in Bangladesh, Mali und Nepal beteiligt. Michael Lindner: „Ohne Zweifel ist diese Arbeit anspruchsvoll, weil es dafür kein Lehrbuch gibt. Aber genau das reizt Börlind: Dabei sein, wenn es Neues zu gestalten gilt." Gerne will man Hinweise prüfen, wie Börlind über die bisherigen Projekte hinaus für Kleinbauern in anderen Teilen der Welt besseres Einkommen generieren kann. Für den bereits erbrachten Einsatz gab es an diesem Tag Dank von der Bundesregierung durch den anwesenden Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Im Rahmen einer Wirtschaftsdelegationsreise hatte Michael Lindner Kontakt zur GIZ bekommen. Deren Leistungsprofil für den Mittelstand gilt sein besonderes Interesse, weshalb zu dem Gespräch nicht nur der Generaldirektor für den Geschäftsbereich International Services und die Projektmanagerin eingeladen waren. Am Gespräch nahm auch Guylaine Le Loarer, Leiterin Forschung und Entwicklung bei Börlind, teil.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sei bei der Besprechung sehr willkommen, betonte Lindner, immerhin verfüge der CDU-Politiker bekanntermaßen über einen reichen Erfahrungs- und Wissensschatz rund um die Fragen der Nachhaltigkeit, was für sein Unternehmen von großem Nutzen sei. Fuchtel unterstrich das große Interesse des BMZ an nachhaltigen, gut dokumentierten Projekten, damit die Hilfe vor Ort ankomme und vor allem Arbeitsplätze durch Hilfe zur Selbsthilfe entstünden.

Die GIZ ist ein Bundesunternehmen, dessen Gesellschafter und wichtigster Auftraggeber das BMZ ist. Die Gesellschaft unterstützt die Bundesregierung bei der Erreichung ihrer Zielsetzungen in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Sie bietet entsprechendes Know-how an und Dienstleistungen auf internationaler Ebene.

„Mir war vor allem wichtig, unseren Betrieb in die Diskussion zu bringen“, sagte Lindner. Börlind leiste zwar im Interesse des sogenannten „Corporate Social Responsibility (CSR)“ schon einen freiwilligen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgehe. Erklärtes Ziel sei jedoch, noch aktiver auf dem Gebiet zu werden.

„Wenn wir in Nachhaltigkeit investieren“, stellte Lindner unmissverständlich klar, „wollen wir auch was vorzeigen können.“ Dabei denke er nicht nur an die nachfolgenden Generationen, sondern auch an die aktuellen Arbeits- und Lebensbedingungen der Bauern. Die GIZ, verdeutlichte Projektleiterin Birte Jaster, analysiere die Lieferketten und arbeite mit Experten vor Ort zusammen. Sie strebe eine höhere Qualität wie auch eine Verbesserung der Lebensumstände der bäuerlichen Familien an.

Im Gegenzug müssten sich die Bauern an Vorschriften halten, zum Beispiel beim Einsatz von Düngemitteln. Dabei gehe es darum, internationale Nachhaltigkeitsstandards zu implementieren. Die GIZ prüfe im Interesse der Mittelständler vor Ort, ob diese Anforderungen erfüllt werden. Dazu gehöre, den Fokus auf die Produktion zu lenken, um Kinderarbeit auszumerzen.

[Druckversion]