15.04.2016

Fuchtel: Gut für Waldbesitzer

Bundeswaldgesetz: Der Abgeordnete befürwortet �„nderung / Bundesregierung handelt im Sinne des ländlichen Raumes

Region Schömberg / Nordschwarzwald. Die Bundesregierung will die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Kleinwaldbesitzer auch in Zukunft von Forstämtern unterstützt werden dürfen. „Besonders für Waldbesitzer in Baden-Württemberg und damit im ländlichen Raum ist es wichtig“, so der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, „dass das Dienstleistungsangebot der Forstämter erhalten bleibt.“

Deshalb begrüßt der Parlamentarier, dass die Ressortabstimmung endlich abgeschlossen werden konnte. Die drei Bundesministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Wirtschaft haben sich auf einen entsprechenden Gesetzentwurf geeinigt, mit dem das Bundeswald- und das Bundesjagdgesetz geändert werden sollen. Die Forstämter würden bei den kleinteiligen Waldbesitzverhältnissen in Baden-Württemberg für eine flächendeckende Waldbewirtschaftung sorgen und den Zugang vieler Kleinwaldbesitzer zum Holzmarkt sichern, betont Fuchtel. Dies trage mit dazu bei, die Holzwirtschaft mit ihrem nachwachsenden Rohstoff aus heimischen Wäldern zu versorgen.

Anlass für den Gesetzentwurf ist das Kartellverfahren gegen das Land Baden-Württemberg: Danach darf die Vermarktung des Holzeinschlags aus dem Landes-, Kommunal- und Privatwald künftig nicht mehr zentral durch die Forstämter erfolgen. Mit der beabsichtigten Änderung des Bundeswaldgesetzes soll es den Forstämtern weiterhin erlaubt werden, Dienstleistungen im Privat- und Kommunalwald anzubieten – beispielsweise Holzauszeichnen, Waldbau und Holzernte.

Bevor der Gesetzentwurf im Bundestag beraten wird, erhalten nun Länder und Verbände Gelegenheit zur Stellungnahme. Kritik am Gesetzesvorhaben tritt Fuchtel entgegen: „Es wird keinesfalls eine staatliche Waldbewirtschaftung eingeführt – alle Waldbesitzer bleiben frei, auch private Dienstleister mit Forstarbeiten zu beauftragen.“ Damit private Anbieter nicht benachteiligt sind, müsse gewährleistet werden, dass die Forstämter ihre Dienstleistungen zu kostendeckenden Entgelten erbringen.

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