24.04.2016

Raus aus der Perspektivlosigkeit

Bundesmittel: Fuchtel verweist auf neue Förderprojekte im Nordschwarzwald / Arbeitsministerium bewilligt Gelder

Calw / Freudenstadt. Gute Nachrichten hat der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel aus Berlin mitgebracht. Der Bund fördert über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fünf gemeinnützige Projekte im Nordschwarzwald, die jungen Leuten, aber auch Langzeitarbeitslosen zu Gute kommen sollen, wie jetzt in Berlin bekannt gegeben wurde.

So werden im Oberlinhaus in Freudenstadt gleich zwei Vorhaben mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt unterstützt, die der Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen (kurz: MobiPro-Eu) dienen. Während das erste Projekt, das schon im Januar 2015 gestartet ist und bis Ende August 2018 läuft, mit über 528.000 Euro gefördert wird, gibt es für das zweite nochmals über 228.000 Euro. Dieses ist ebenfalls bereits angelaufen und geht von Januar 2016 bis Februar 2020. Das Oberlinhaus ist ein regionales kirchliches Bildungszentrum für Aus-, Fort- und Weiterbildung, das sich mit seinem Angebot der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Auszubildenden widmet.

In den Landkreis Freudenstadt fließen weitere 542.000 Euro zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit. Denn das BMAS, so Fuchtel, unterstütze ein entsprechendes Projekt aus dem Bundesprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF), das zwischen August 2015 und Juli 2020 über 542.000 Euro für das Jobcenter Landkreis Freudenstadt vorsieht.

Das Jobcenter Landkreis Calw erhält fast die doppelte Summe aus dem ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit. Für die Zeit von Juli 2015 bis Juni 2020 wurden mehr als 905.000 Euro bewilligt. 

Außerdem stellt das BMAS der Erlacher Höhe in Nagold Mittel in Höhe von über 599.00 Euro zur Verfügung. Ziel der geförderten ESF-Integrationsrichtlinie Bund ist es, Personen mit besonderen Schwierigkeiten beim Zugang zu Arbeit oder Ausbildung stufenweise und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Beim Projekt „HSP - Integration durch Austausch (IdA)“ geht es um die Förderung transnationaler Mobilitätsmaßnahmen, in deren Rahmen die Zielgruppe der unter 35jährigen ein betriebliches Praktikum im europäischen Ausland absolviert. Zentraler Bestandteil ist ein zwei- bis sechsmonatiger begleiteter Auslandsaufenthalt, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein betriebliches Praktikum absolvieren, eingebunden in eine individuelle Vor- und Nachbereitung in Deutschland.

„Die Gelder sind gut angelegt“, betont der CDU-Bundestagsabgeordnete des Waldkreises Calw/Freudenstadt, „denn die geförderten Projekte helfen gezielt dabei, sowohl jungen Menschen als auch Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven zu geben, damit sie ihr Schicksal mit professioneller Unterstützung in die Hand nehmen können und einen Weg raus aus der Isolation in die Arbeitswelt finden.“ Die gemeinnützigen Einrichtungen Oberlinhaus und Erlacher Höhe leisteten zudem gute Arbeit für die Gesellschaft im Allgemeinen und für die auf Hilfe Angewiesenen im Besonderen.

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