31.05.2016

Es geht um bäuerliche Existenzen

Landwirtschaft: Staatssekretär Fuchtel unterstützt Milchbauern / Aktion des Kreisbauernverbands am Mittwoch

Es geht um bäuerliche ExistenzenSo kann es bei der Milch nicht weitergehen. Darüber sind sich Gerhard Faßnacht als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel einig.

Horb-Altheim / Freudenstadt. Die Sorge um den Milchpreis führte sie erneut zusammen: den Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Freudenstadt, Gerhard Faßnacht, und den hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Gemeinsamer Nenner: Von 20 Cent für den Liter Milch kann keiner leben!  

In drastischen Worten schilderte Gerhard Faßnacht den Sachverhalt: „Binnen kurzer Zeit haben die Supermarktketten die für die jeweilige Firma abgefüllte Milch auf einen Verkaufspreis gesenkt, der von uns Bauern mehr abverlangt als was bei Hofstrukturen wie den unseren an Herstellungskosten betriebswirtschaftlich tragbar ist.“

Hans-Joachim Fuchtel zeigte sich äußerst besorgt über den dramatischen Preisverfall bei der Milch: „Hier geht es um Existenzen ganzer bäuerlicher Generationen. Es kommt viel zusammen: Schwer zu schaffen machen den Milchbauern die aktuellen Exportprobleme genauso wie die Nachwehen des auslaufenden Quotensystems.“     

Natürlich erörterten Faßnacht und Fuchtel auch Lösungsmöglichkeiten: Ohne den Staat wird es nicht gehen. Der Politiker: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Milchwirtschaft aus Regionen wie der hiesigen verschwindet. Kurzfristig geht es auch nicht allein mit den oft genannten Lösungsansätzen wie Profilierung von Markenmilch oder Direktvermarktung.“

Allerdings gelte immer, so waren sich Faßnacht und Fuchtel einig, dass der Verbraucher es in der Hand habe, zu welcher Milchpackung er greife. Wer etwas für die hiesige Milch tun wolle, müsse zu den einschlägigen Marken greifen. Dies und die Gesamtsituation wolle man, so Faßnacht, bei der Aktion des Kreisbauernverbandes am Mittwoch, 1. Juni, zwischen 11 und 14 Uhr gegenüber der Öffentlichkeit auf dem Marktplatz in Freudenstadt darstellen.

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