22.06.2016

Harte Arbeit als Abgeordneter

Planspiel: Patrick Speiser steigt bei „Jugend und Parlament“ in den Ring / Von Staatssekretär Fuchtel ausgewählt

Harte Arbeit als AbgeordneterPatrick Speiser (links) im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Für das Planspiel des Deutschen Bundestages wurde der JU-Kreisvorsitzende vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (rechts) ausgewählt. Foto: Große Wortmann

Horb / Berlin. Die Gesetzgebung in Berlin hautnah mitverfolgen: Das durfte Patrick Speiser aus Horb-Bittelbronn. Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel hatte den Kreisvorsitzenden der Jungen Union Freudenstadt für das Planspiel „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages ausgewählt.

An der Veranstaltung nehmen jährlich rund 300 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren teil. Dabei wird nicht nur an den Originalschauplätzen über diverse Gesetzesvorlagen beraten und abgestimmt. Die jungen Leute schlüpfen auch in die Rollen der Parlamentarier mit der Zugehörigkeit zu fiktiven Fraktionen. „Patrick Speiser war da im richtigen Ring“, sagte Hans-Joachim Fuchtel, „denn er engagiert sich ungemein für die Junge Union und die Mutterpartei CDU. Außerdem begleitet er mich regelmäßig zu meinen Sprechstunden.“

Für das Planspiel gaben sich alle Teilnehmer einen anderen Namen, wobei die Bundestagsverwaltung für jeden „neuen „Abgeordneten“ einen Lebenslauf erstellte. So wurde aus dem 18-jährigen Patrick Speiser, der im realen Leben Kreisvorsitzender der Jungen Union (JU) sowie Vorstandsmitglied der CDU ist, der 62-jährige Bundestagsabgeordnete Josef Klett, Vater von zwei Kindern. Ferner war er mit einer Sparkassendirektorin verheiratet und im vorherigen Leben Richter in Rheinland-Pfalz.

Doch die größte Überraschung stellte für Patrick Speiser der Wechsel des Parteibuches dar. Denn Josef Klett war Mitglied der PSG (Partei der sozialen Gerechtigkeit). Diese stellte in etwa das Pendant zur realen Bundestagsfraktion „Die Linke“ dar. „Es war eine spannende und zuweilen auch lustige Erfahrung, mich in die Argumente der PSG zu versetzen“, kommentiert der Schüler das Erlebte, „wobei wir gezwungen waren, mehr Aufgaben als die großen Parteien zu übernehmen, was uns wiederum einen besseren Einblick bescherte.“

Während ihrer Zeit in Berlin wurden die Jugendlichen auch als Bundestagsabgeordnete angesprochen. Mit ihrem Hausausweis hatten sie uneingeschränkten Zugang zu allen Liegenschaften des Deutschen Bundestages. Die Debatten über fiktive Gesetzesänderungen fanden im Original-Plenarsaal statt. Einer der Redner war Patrick Speiser alias Josef Klett. „Ich wurde von meiner Fraktion als Sprecher gewählt, worüber ich mich sehr gefreut habe“, sagte der Bittelbronner. Überhaupt lernte der JU-Kreisvorsitzende viel hinzu. Und auch die Debatten in den Ausschüssen seien sehr interessant und bereichernd gewesen, so der Jungpolitiker.

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