05.07.2016

So viele Bürger wie noch nie

Politikinteresse: Staatssekretär macht regelrechten Run auf Bundeshauptstadt aus / Wann immer möglich präsent

So viele Bürger wie noch nie Direkt von der Regierungsbank eilte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Mitte) herbei, um noch im Reichstagsgebäude Brigitte und Werner Hitzinger aus Calw persönlich begrüßen zu können und ihnen einen interessanten Aufenthalt in Berlin zu wünschen. Foto: Wiesinger

Calw / Freudenstadt. Die Besucher geben sich sozusagen die Klinke in die Hand. Und immer, wenn es ihm irgendwie möglich ist, gehört auch der direkte Kontakt zum Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel dazu, wenn Bürger aus dem Nordschwarzwald sich auf den Weg in die Bundeshauptstadt machen. „Ohne Rücksicht auf die Gruppengröße“, sagt der hiesige CDU-Abgeordnete.

Als er erfuhr, dass Werner und Brigitte Hitzinger aus Calw in Berlin erwartet werden, arrangierte der Parlamentarier kurzerhand nicht nur einen mehrstündigen Plenarbesuch. Er kam auch eigens aus der laufenden Sitzung des Bundestages von der Regierungsbank zu einem kurzen Gespräch.

Eigentlich hat ein Bundestagsabgeordneter ein Besucherkontingent von 150 Personen pro Jahr. Seit Jahren kommen aber „zu unserem Gewicht in Berlin“ – wie der Politiker gerne von Bürgern aus seinem Wahlkreis Calw/Freudenstadt schmunzelnd genannt wird – bis zu 2.500 Besucher jährlich. Das sind mehr als manch kleine Gemeinde hierzulande Einwohner hat.

„Jeder, der Berlin besucht, ist politisch ein Gewinn“, sagt der Parlamentarier, „denn es geht immerhin darum, mit eigenen Augen zu erleben, wie sich die Hauptstadt seit der Wiedervereinigung entwickelt hat und wie das hier so läuft.“ Auf einen neuen Rekord freut sich der Politiker nun besonders: Nicht weniger als 475 Besucher aus seinem Wahlkreis werden in wenigen Wochen sozusagen "auf einem Schlag" nach Berlin kommen. „So viele waren noch nie zur gleichen Zeit da – ein regelrechter Run auf die Bundeshauptstadt“, so Fuchtel.

Von Schulklassen über Vereine bis hin zu Familien und einzelnen Bürgern reicht das Spektrum. Die Besucher aus dem Nordschwarzwald kommen in verschiedenster Formation. „Soweit es über das Besucherkontingent läuft, nutze ich die Einladung gerne als Dank und Anerkennung für vorbildliches gesellschaftliches Engagement“, erklärt der Staatssekretär. „Die meisten sind aber auf eigene Kosten da, bitten um Tipps, wie man das Parlamentsgebäude und die berühmte Kuppel am besten besuchen kann.“

So war es auch im Fall von Werner Hitzinger. Sein früherer langjähriger Chef Norbert Ziegler, Inhaber der gleichnamigen Fahrschule in Althengstett, wandte sich an Fuchtel und wurde prompt „bedient“. Denn im Anschluss an den Besuch der Bundestagssitzung gab es für den verdienten Fahrlehrer und seine Frau einen Rundgang durch das Reichstagsgebäude und die Liegenschaften des Parlaments. Damit nicht genug: Für den Abend hatte man noch eine besondere Überraschung für die beiden organisiert: Publikumskarten für die Fernseh-Live-Sendung „maybrit illner“, die beide ansonsten zuhause am Bildschirm mitverfolgen.

Die Hitzingers waren von diesem Service sehr angetan: „Da merkt man, dass unser Abgeordneter selbst in diesen Dingen für die Bürger da ist.“

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