10.11.2011

Intelligent Strom sparen

Staatssekretär Fuchtel auf zweiter Etappe seiner Energietour / Elektro Ofzky präsentiert Innovationen / Gesteuerter Verbrauch senkt Ausgaben

Intelligent Strom sparenMit Hilfe sogenannter Lichtfinger werden moderne Arbeitsleuchten in Büroräumen gesteuert, um den Stromverbrauch zu senken, erläutert Klaus-Dieter Ofzky (rechts) dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (links).

Freudenstadt. Mit Strom sparen fängt nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel die Energiewende an. Wer sie ernst nimmt, sollte als Verbraucher mitmachen. Die zweite Etappe seiner Energietour führte den Parlamentarischen Staatssekretär exemplarisch zu einem Elektrospezialisten nach Freudenstadt. Geschäftsführer Klaus-Dieter Ofzky unterstrich: „Intelligente Steuerungssysteme können zusätzlich dazu beitragen, dass bis zu 20 Prozent weniger Strom durch die Leitungen fließen muss.“

Der Diplom-Ingenieur macht seine Kunden buchstäblich zu Pfennigfuchsern beim Stromverbrauch. Er empfiehlt vor allem für öffentliche Einrichtungen und Unternehmen die Steuerung von Lichtquellen über Präsenzmelder. Außerdem werden Leuchten an Arbeitsplätzen installiert, die sich mit Hilfe sogenannter Lichtfinger je nach Tageslichteinfall auf den tatsächlichen Bedarf einstellen.

Die intelligente Nutzung von Stromquellen fand besondere Aufmerksamkeit bei Staatssekretär Fuchtel, garantiert sie doch nur so viel Strom aus dem Netz zu verbrauchen, wie notwendig ist. „Die Mehrkosten sind im Vergleich zum Nutzen gering“, sagte Firmenchef Klaus-Dieter Ofzky, „wesentlich ist, dass man schon bei der Planung daran denkt.“ Das gelte auch für zentrale Schließanlagen, die vorab bestimmte Stromkreise beim Verlassen des Gebäudes automatisch mit abschalten.  

„Energie mit Köpfchen dürfte überall da sinnvoll sein, wo das Ausknipsen nach Unterrichts- oder Dienstschluss, nach Feierabend oder Freizeitbeschäftigung gerne vergessen wird“, betonte Hans-Joachim Fuchtel. Dass dadurch bis zu 20 Prozent des Stromverbrauchs eingespart werden können, war dem Abgeordneten in dem Maße allerdings neu. Deshalb sei vor allem bei industriellen und öffentlichen Neubauten ein Elektrofachmann zu empfehlen, der sich auf die moderne Stromspar-Technik verstehe.  

Klaus-Dieter Ofzky weiß, wovon er spricht: Seit über 40 Jahren betreut seine Firma, 1960 in Dietersweiler gegründet und seit 2007 in Freudenstadt, Großbaustellen wie Wohnblocks, Geschäfts- und Industrieprojekte, Verwaltungsbauten, Krankenhäuser, Sporthallen oder Freizeitbäder. Von den 30 Elektrikern sind einige schon über 30 Jahre im Unternehmen tätig. Qualifizierte Fachkräfte seien angesichts der demografischen Entwicklung immer schwerer zu finden, berichtete Firmeninhaber Klaus-Dieter Ofzky, der den Betrieb in zweiter Generation führt.[Druckversion]