17.07.2016

Freudenstädter Tunnel im Regierungsentwurf!

Bundesverkehrswegeplan: Esken und Fuchtel sprechen von lohnenswertem Einsatz / Jetzt noch Umfahrung Loßburg im Visier

Freudenstädter Tunnel im Regierungsentwurf!Für Freudenstadt stehen die Aktien in Sachen Tunnel sehr gut. Die freut (von links) den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und den Freudenstädter OB Julian Osswald.

Freudenstadt / Berlin. Für Freudenstadt stehen die Aktien in Sachen Tunnel sehr gut. Denn im offiziellen Regierungsentwurf des Bundesverkehrswegeplans ist das Projekt enthalten. Von Anfang an hatten die hiesigen Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel und Saskia Esken in enger Zusammenwirkung mit Landrat Dr. Klaus Michael Rückert sowie den beiden Oberbürgermeistern Julian Osswald (Freudenstadt) und Peter Rosenberger (Horb) an einer Wiederaufnahme in den vordringlichen Bedarf gearbeitet.

"Durch gemeinsames Vorgehen zugunsten des Jahrhundertprojektes in Freudenstadt wurde von keiner Seite parteipolitische Profilierung betrieben, sondern jeder hat über sein Netzwerk die Weichen gestellt“, fassen die beiden Parlamentarier ihre Strategie zusammen. Die Horber Hochbrücke ist im Regierungsentwurf weiterhin im vordringlichen Bedarf eingestuft, worüber beide Abgeordnete erfreut sind. „Wir freuen uns natürlich sehr über die Entscheidung, dass der Tunnel in den Vordringlichen Bedarf heraufgestuft wurde. Das ist ein wichtiger Tag für Freudenstadt. Ich danke unserer Abgeordneten Saskia Esken sowie unserem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel für ihren nachdrücklichen Einsatz für dieses für die Region zukunftsweisende Infrastrukturprojekt.“, so Freudenstadts Oberbürgermeister Julian Osswald.

Noch nicht gesichert ist die Umfahrung Loßburg. Hier werde eine Einordnung in die Kategorie „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ angestrebt. „Diese Kategorie ist Voraussetzung, um die Planung voranzutreiben. Diese könne durchaus dazu führen, dass die Realisierung während des nunmehr aktuellen Bundesverkehrswegeplans zustande komme – je nach Fortschritt“, erläutern die beiden Politiker. Esken und Fuchtel übereinstimmend: „Das haben wir jetzt für die angefangenen parlamentarischen Beratungen im Visier. Natürlich bemühen wir uns auch um den Raum Baiersbronn.“

Bereits mit dem jetzigen Ergebnis werde im Landkreis Freudenstadt ein gewaltiger Coup gelandet. Wegen langanhaltender Diskussionen und auch Einsprüchen habe man über lange Zeit nur einzelne Straßenstücke voranbringen können. Jetzt könne die Region zeigen, ob sie gemeinsam buchstäblich „Strecke mache“.

Immerhin bedeuteten die jetzt erreichten Ergebnisse nichts anderes, als eine durchgängige Planungs- und Bauchance der B28 neu von der Autobahnabfahrt bis nach Freudenstadt. Das Investitionsvolumen schlage für diese Maßnahme mit einer dreistelligen Millionensumme zu Buche. Wenn dann jetzt im parlamentarischen Verfahren noch die Verbesserung für die Umfahrung Loßburg gelinge, würde sich das Volumen nochmals erhöhen.

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