20.07.2016

Hochschule und Wirtschaft mit gemeinsamer Strategie

SRH-Förderkreis: Fuchtel sagt Unterstützung zu / Professoren und Jungunternehmer gehen in Offensive

Hochschule und Wirtschaft mit gemeinsamer StrategieWollen für Calw über den Förderkreis der SRH Hochschule gemeinsam etwas bewegen (von links): der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Jungunternehmer Nicolas Lindner und Dekan Professor Dr. Thomas Müller.

Calw. Der Förderkreis der SRH Hochschule Calw kann auf prominente Unterstützung bauen, um Wirtschaft und Studenten noch weitaus stärker zusammen zu bringen. Eine erste, „tolle Unterstützung“ erhielt Nicolas Lindner nach eigenen Worten dafür bereits vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Der Jungunternehmer hat mit Professor Dr. Andreas König, dem Leiter der Bildungseinrichtung, die Idee einer stärkeren Verbindung von Hochschule und Unternehmen der Region entworfen. Gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Müller, Dekan des Fachbereichs Medien, suchte er den CDU-Bundestagsabgeordneten in dessen Sprechstunde auf, um das Konzept vorzustellen.

Lindner hat zwar selber in München und Friedrichshafen studiert, möchte aber den Förderkreis an der Hochschule seiner Heimatstadt als Mittler zwischen Wirtschaft und Studenten stärker ins Bewusstsein rücken. „Die jungen Leute, die hier studieren, sind die Mitarbeiter von morgen“, sagt der 32-jährige geschäftsführende Gesellschafter des Naturkosmetikherstellers Börlind GmbH.

Doch der Förderkreis möchte über sein Netzwerk nicht nur interessante Ansprechpartner für die Absolventen vermitteln, sondern im Gegenzug auch den Unternehmen Kontaktmöglichkeiten bieten. Die Betriebe können zum Beispiel gemeinsame Projekte mit den Studenten und Alumni realisieren.

Für den Parlamentarier kommt der Vorstoß genau zum richtigen Zeitpunkt, ist es aus seiner Sicht doch immens wichtig, dass sich der Nordschwarzwald stärker positioniert und die Strategie der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu mehr Internationalisierung unterstützt wird. „Es wäre wünschenswert, wenn Menschen aus der Region, die sich auf wirtschaftlichem Parkett bewegen, die Unternehmensphilosophie mit an ihren neuen Wirkungsort nehmen“, sagte Fuchtel. Auch Masterarbeiten könnten solche Themen zum Inhalt haben.

Der Politiker schlägt vor, eine Vortragsreihe nach dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt, den Schriftsteller Hermann Hesse zu benennen, um mit derartigen Formaten mehr Aufmerksamkeit auf Calw und Hochschule zu lenken. Fuchtel: „Ich bin der Meinung, dass unsere Region noch viel mehr Chancen hat.“

Der CDU-Politiker plädierte zudem dafür, intensiver zu analysieren, woher die Studenten der Calwer Hochschule stammen und wohin sie nach ihrem Studienabschluss wieder gehen. Mit diesem Wissen könne man eine stärkere Bindung zur Region aufbauen, um den Namen von Hochschule und Region in die Welt zu tragen. Der Parlamentarische Staatssekretär versprach, dass er im Sinne des Förderkreises nicht nur persönlich bei einem Workshop zur Verfügung stehen werde, sondern auch namhafte Referenten an den Förderkreis vermitteln könne.

Beide Seiten vereinbarten, zeitnah weitere Impulse bei einem zweiten Treffen zu sammeln. Das soll dann bald schon in größerer Runde an der Hochschule stattfinden.

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