24.07.2016

Starker Rückenwind für Fuchtel / Mit über 95 Prozent nominiert

Bundestagswahl 2017: Großer Vertrauensvorschuss für den CDU-Kandidaten / Minister Peter Hauk lobt Parteibasis

Starker Rückenwind für FuchtelFreude über ein starkes Ergebnis bei der Nominierung zum CDU-Bundestagskandidaten im Wahlkreis Calw/Freudenstadt (von links): Landtagsabgeordneter Thomas Blenke (Calw), Iris Follak, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Juliane Vees und Landtagsabgeordneter Norbert Beck (Freudenstadt).

Calw / Freudenstadt. Mit 95,5 Prozent haben die CDU-Kreisverbände Calw und Freudenstadt erneut den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel für die Bundestagswahl 2017 nominiert. Die Parteifreunde im Nordschwarzwald schicken ihren Kandidaten „mit starkem Rückenwind“ ins Rennen um den Wahlkreis 280, betonte Landwirtschaftsminister Peter Hauk in Pfalzgrafenweiler.

Der Bezirksvorsitzende sparte bei der Mitgliederversammlung in der Festhalle nicht mit Lob für die Basis: „So diszipliniert ging noch nie eine solche Veranstaltung über die Bühne“, stellte Hauk nach nicht mal zwei Stunden fest. Fuchtel dankte für das „großartige Vertrauen“, das ihm die CDU-Basis schenke. Der Politiker gerührt: „Auf ein so sensationelles Ergebnis darf ich stolz sein!“ Den Parteifreunden versprach der Politiker, wieder einen innovativen und kreativen Wahlkampf zu führen, in den die Mitglieder selbstverständlich eingebunden seien.

Eingangs hatte Landtagsabgeordneter Norbert Beck (Freudenstadt) auch im Namen seines Kollegen Thomas Blenke (Calw) seine Sorge darüber geäußert, dass die demokratischen Parteien unter Mitgliederschwund litten. Mit den Grünen arbeite die CDU in Baden-Württemberg auf Augenhöhe zusammen. „Es ist ein Geschenk, dass wir in einem vereinten und friedlichen Europa leben“, betonte Beck, doch seien die „christlichen Werte in diesem Land nicht verhandelbar“.

„Dieser Wahlkreis ist meine Heimat“, sagte Hans-Joachim Fuchtel, als er ans Rednerpult trat, um Rechenschaft über seine bisherige Arbeit abzulegen. Der einzige Bewerber betonte, ohne die Unterstützung seiner Parteifreunde wäre er nie so erfolgreich gewesen. Immerhin zählte der Politiker 2013 zu den zehn CDU-Bundestagsabgeordneten mit den meisten Stimmen.

Fuchtel präsentierte einen 15-seitigen Rechenschaftsbericht, in dem er auf die Akzente seiner Arbeit einging. „Ich bin selber überrascht, dass es mir trotz meiner vielen Verpflichtungen auf nationaler und internationaler Ebene gelungen ist, seit 2013 knapp 500 Termine in meinem Wahlkreis wahrzunehmen“, sagte der Staatssekretär. Auch in Zukunft werde er regelmäßig und nicht nur kurz vor der Wahl mit den Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch sein, versprach er.

Die Zusammenarbeit mit den Landtagsabgeordneten Norbert Beck und Thomas Blenke sei von Vertrauen geprägt, „da passt kein Blatt zwischen uns.“ Gleiches gelte für die kommunale Ebene. Die Früchte dieser Arbeit ernte man derzeit bei den Straßenbauprojekten, „wo wir in der Region einen ganz großen Durchbruch erzielen konnten“, und im Breitbandausbau.

Langanhaltender Beifall stand am Schluss einer Rede, in der Fuchtel auch auf die Finanzkrise in Südeuropa einging, „die allen Unkenrufen zum Trotz unter starker Beteiligung Deutschlands gelöst“ worden sei. „Die Uhren in der globalen Welt ticken heute anders“, machte Fuchtel deutlich, dass der Politik immer schnellere Antworten abverlangt werden. „Wir müssen die Menschen noch mehr mitnehmen und Entscheidungen transparenter machen!“ betonte er. „Ich möchte meinen Enkeln eines Tages nicht sagen müssen: Wir hatten mal ein vereintes Europa!“

Der Bundestagsabgeordnete sprach sich für mehr Planungssicherheit für die Wirtschaft, die unter der Regierung Merkel sehr gut dastehe, aus. Die Flüchtlingsproblematik dürfe nicht dazu führen, dass alle anderen Themen in den Hintergrund gedrängt werden, wenngleich gerade an der Basis wertvolle Arbeit für die Integration geleistet werde. „Wir müssen die Probleme vor Ort lösen, sonst kommen sie zu uns“, mahnte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die heutige Generation sei die erste, die den Hunger auf der Welt beseitigen und die letzte, die dem Klimawandel noch erfolgreich etwas entgegensetzen könne.

CDU wählt Delegierte

Vier Frauen und zwei Männer entsenden die CDU-Kreisverbände Calw und Freudenstadt zur Landesvertreterversammlung. Damit habe der Nordschwarzwald seine Frauenquote mehr als erfüllt, stellte Landwirtschaftsminister Peter Hauk als Versammlungsleiter fest. Gewählt wurden: Thomas Blenke, Norbert Beck, Juliane Vees, Ursula Pfrommer, Rosemarie Röhm-Frenzel und Maria Klink.

Auch die 20 Delegierten für die Bezirksvertreterversammlung sind zur Hälfte Frauen: Thomas Blenke, Norbert Beck, Juliane Vees, Inge Schuon, Ursula Pfrommer, Ingrid Bauer, Andreas Züfle, Thomas Baitinger, Maria Klinik, Thomas Roth, Angelika Krauß, Pascale Peukert, Heike Gäbler, Kurt Reich, Rosemarie Röhm-Frenzel, Jonathan Frank, Raphael Beck, Patrick Speiser, Martina Surgalla und Heinz Ossmann.

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