09.08.2016

Schon über 100 Mediziner in Netzwerk eingebunden

Gesundheit: Vor einem Jahr wurde die Initiative Burnout (IBO) im Nordschwarzwald gegründet / Staatssekretär Fuchtel: Bedarf der Region im Blick

Schon über 100 �„rzte in Netzwerk eingebundenZiehen nach einem Jahr eine positive Bilanz für die „Initiative Burnout“ (IBO) im Nordschwarzwald: Vorsitzender Dr. Günther Limberg und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Calw / Freudenstadt / Pforzheim. Ein Jahr ist es her, dass die „Initiative Burnout“ (IBO) gegründet wurde, um dem gesellschaftlichen Problem psychischer Belastungssyndrome den Kampf anzusagen. Ziel der Initiative ist es, Information und Hilfe zu vermitteln, sowohl für Betroffene als auch für Verantwortungsträger wie Führungskräfte und Personalverantwortliche.

So wurde ein breites Netzwerk von Ärzten, Therapeuten, Psychologen, Psychiatern, Kliniken und Arbeitgebern aufgebaut, um Betroffenen möglichst rasch und unbürokratisch Hilfe zu vermitteln. Im Rahmen von „IBO-Info-Treffs“ halten regelmäßig Fachleute Kurzvorträge für Betroffene und Angehörige, um über Ursachen, Risikofaktoren und Symptome aufzuklären, Präventionsmöglichkeiten und Behandlungsmethoden aufzuzeigen.

Gleichzeitig geht die Initiative ihrem Auftrag nach, Arbeitgeber für die Bedeutung von psychischer Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu sensibilisieren. Auf dem ersten Fachforum „Psyche und Betrieb im Einklang“ im Juni 2016 fanden sich zahlreiche Führungskräfte, Personal- und Betriebsräte sowie medizinisches Fachpersonal ein, um über Möglichkeiten zu diskutieren, in der Arbeitswelt von heute psychische Belastungen zu reduzieren.

„Das Netzwerk hat den Bedarf der Region voll im Blick“, resümiert der Initiator und Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel. Zusammen mit Harald Brandl hatte er in zweijähriger Vorarbeit als eines der Erkenntnisse im Rahmen des letzten Bundestagswahlkampfes dieses Projekt auf den Weg gebracht.

Auch der erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, Dr. Günther Limberg, blickt zufrieden auf die bisherigen Aktivitäten zurück. Tatsächlich habe IBO im ersten Jahr seiner Tätigkeit ein Sprinttempo zurückgelegt.

Jetzt geht es darum die Erfahrungen des ersten Jahres zur weiteren Vereinsstruktur zu verarbeiten und das Gesamtnetz im Nordschwarzwald zu pflegen und auszubauen. Immerhin sind allein seitens der Ärzteschaft mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen eingebunden, und man habe breite Kontakte zu Krankenkassen ebenso wie zu Unternehmen der verschiedensten Größe sowie öffentlichen Einrichtungen. Limberg: „Wir merken, dass diese Initiative richtig und notwendig war.“

„Burnout-Initiativen dieser Art sind bisher kaum zu finden“, weiß auch Harald Brandl von der AOK Nordschwarzwald zu berichten. „Umso schöner ist es, dass wir es gemeinsam durch eine breite Mitwirkung geschafft haben“, freut sich der Mitinitiator. Die nächste Stufe der Aktivitäten liege nun darin, bei Veranstaltungen der diversen Partner mit von der Partie zu sein. So will man das Netzwerk zukünftig noch enger flechten und bessere Unterstützungsmöglichkeiten schaffen.

Dass sich zwischenzeitlich neben vielen ehrenamtlichen Mitgliedern im Organisationsbereich zahlreiche Ärzte und Therapeuten dem Netzwerk angeschlossen haben, zeige, wie man gemeinsam etwas zur Unterstützung bei Burnout-Problemen tun könne, fasst Dr. Günther Limberg abschließend zusammen.

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